
Es ist mal wieder an der Zeit, die aktuelle DJ-Szene zu beleuchten. Aber das machen wir nicht wir, sondern wir lassen Sven Väth zu Wort kommen. Nicht ganz überraschend kritisiert er die aktuelle Entwicklung, aber er sieht auch positive Aspekte.
Wir haben den Text für euch auch mal ins Deutsche übersetzt. Dankt uns später.
„Es ist keine Überraschung, dass die heutigen DJ-Bühnen immer mehr einer Rock’n’Roll-Arena ähneln: Feuerwerk, Explosionen, Pyrotechnik – das komplette Glitzerpaket. Natürlich ist das perfekter Stoff für Social-Media-Stories, für den endlosen Strom der Selbstdarstellung. Doch die Musik selbst rückt dabei immer mehr in den Hintergrund.
Worum geht es also wirklich? Um die Show, die Ego-Performance, das Lifestyle-Spektakel. DJs als selbstdarstellende Entertainer, die mehr Feuerwerk entfachen als ihre eigenen Tracks.
Die Kabine als Theaterbühne für das Selbst – ein Puppenspiel mit Konfettikanonen.
Glücklicherweise gibt es noch Ausnahmen: Künstler, die ihr wahres Talent in der Auswahl der Musik, in der Schaffung von Stimmungen, im Flow mit ihrem Sound offenbaren. Sexy in ihrer Präsentation ohne billige Effekte, getragen allein von dem, was zählt: der Musik.“