Ein 27-jähriger Mann aus Bielefeld wird jetzt für fünf Jahre und sechs Monate seine Nächte einsam in einer Gefängniszelle verbringen. Drogenfahnder entdeckten 30 Kilo Marihuana, ein halbes Kilo Koks und zwei nicht erlaubte Messer bei dem jungen Mann im Schlafzimmer. In Bielefeld ist das der größte Drogenfund nach Jahren.

Zusätzlich zu den Drogen und den Messern, fanden die Beamten noch jede Menge Bargeld und eine Kundenliste, die der 27-jährige Dealer sorgfältig angelegt hatte. Der Beschuldigte zeigte sich geständig und fügte hinzu, dass er die Drogen von einem ihm bekannten etwas größeren Dealer übernommen habe, weil dieser vermutete „heiß“ zu sein. So sei er ungeplant und spontan zum Dealer geworden.

Der frisch gebackene Dealer war sich über einige Herausforderungen seiner neuen Aufgabe gar nicht bewusst. So deponierte er die Kilos an Drogen erstmal provisorisch und nur notdürftig verpackt im Schlafzimmer.
Als er die Streifenwagen anfuhren sah, wusste er sich nicht anders zu helfen und warf ein Päckchen Drogen aus dem Fenster über den Nachbarzaun. Was die Beamten umgehend mitbekamen.
Sein Anwalt Carsten Ernst legte diese unüberdachte und auffällige Handlung als Indiz dafür aus, dass sein Mandant keinerlei Erfahrungen als Dealer und im Drogengeschäft habe. Das Gericht sah das ebenso.
Weiter plädierte der Anwalt darauf, dass die beiden Messer kein Bestandteil des Drogen-Business seien. Das wiederum nahm das Gericht ihm nicht ab. Das Springmesser und das Einhandmesser wurden unmittelbar und griffbereit neben den Drogen vorgefunden.

Der gebürtige Iraker bleibt also erstmal hinter Gitter. Verstärkt wurde das Urteil weil er noch starken Kontakt in sein Heimatland pflegte, ledig und ohne Job war.

Quelle: Tag24.de

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