Throwback: Doku über das verfallene Stammheim in Kassel

Throwback: Doku über das verfallene Stammheim in Kassel. Foto-Quelle: Wikimedia Commons. Credit: m.lange

22 Jahre ist es schon, dass einer der beliebtesten Techno-Tempel Deutschlands schließen musste. Bereits 2014 berichtete die HNA, die Hessische/Niedersächsische Allgemeine in einer Doku darüber, wie die Innenräume des Clubs zwölf Jahre nach seiner Schließung aussahen – der Zerfall eines Stücks deutscher Technokultur. Wir schauen darauf zurück …

Das Stammheim wurde 1994 als Aufschwung Ost in der nordhessischen Großstadt Kassel eröffnet und etablierte sich schnell zu einer der wichtigsten Anlaufstellen der Techno-Community in Deutschland. Der Club, der 1996 umbenannt wurde, befand sich in den Gemäuern der Kulturfabrik Salzmann, einem Industriedenkmal, im dem bis 2012 diverse Einrichtungen wie Ateliers, Tonstudios, Übungsräume, Clubs sowie das Freie Radio Kassel und mehr beheimatet war. Das Stammheim war international bekannt, zahlreiche Größen der elektronischen Musikszene spielten dort. Zu diesen zählten etwa Sven Väth, Westbam, Dr. Motte, Richie Hawtin, Karotte, Carl Cox, Paul van Dyk, der gerade seinen 53-jährigen Geburtstag zelebrierte, Joey Beltram, Josh Wink, Der dritte Raum und viele mehr. Neben den Veranstaltungen in der eigenen Location gab es auch Spin-off-Events etwa in Detroit, Sydney oder London. Außerdem nahm das Stammheim regelmäßig an Veranstaltungen wie der Loveparade oder der NATURE ONE teil. 2002 war dann jedoch Schluss: aufgrund zu vieler Nachbarsbeschwerden wie Müll, Lärm und parkende Autos wurde den Mietern gekündigt.

Seit 2014 steht die Salzmannfabrik komplett leer, das Stammheim zerfällt schon länger. Vandalismus prägt die ehemaligen Kulturräume. Zu diesem Zeitpunkt, im Januar 2014, hat sich die HNA im alten Stammheim umgeschaut. Folgende Bilder sind dabei entstanden:

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