
Nach einer illegalen Rave-Party in einem Naturschutzgebiet bei Neuenburg am Rhein hat das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
Den Teilnehmenden drohen Bußgelder von bis zu 700 Euro. Gegen die Organisatoren können deutlich höhere Strafen verhängt werden. Das Regierungspräsidium Freiburg meldet zugleich erhebliche Schäden an Vegetation und Biotopen.
Besonders betroffen sei der Mager- und Trockenrasen im Bereich der Bühne und Tanzfläche. Die bereits durch Dürre belasteten Pflanzenbestände wurden demnach durch Betreten, Tanzen, Autos und Camping zusätzlich geschädigt.
Nach Angaben des Regierungspräsidiums hinterließen die Feiernden außerdem Müll. Der Lärm habe neben Anwohnern auch die Tierwelt erheblich belastet. Veranstaltungen dieser Art seien in Schutzgebieten grundsätzlich nicht erlaubt.
Die nicht-genehmigte Veranstaltung fand am letzten Augustwochenende statt. Nach damaligen Angaben der Polizei nahmen rund 300 Menschen teil. Die Behörden beschrieben den Rave als professionell organisiert.
Die Polizei beendete die nächtliche Party und nahm anschließend die Personalien von rund 210 Anwesenden auf. Auf dem Gelände war eine Bühne mit umfangreicher Lautsprecheranlage für einen DJ aufgebaut.
Zudem gab es einen Ausschank. Die Polizei löste die Veranstaltung auf. Während der Maßnahmen hätten sich die anwesenden Personen friedlich verhalten. Betroffen ist das Naturschutzgebiet „Trockenaue Neuenburg am Rhein“.
Nach Angaben des Regierungspräsidiums Freiburg umfasst es rund 369 Hektar und ist damit der größte zusammenhängende Trockenbiotopkomplex in der südlichen Oberrheinebene. Das Gebiet bietet laut Regierungspräsidium Lebensraum für zahlreiche seltene und teilweise vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
Quelle: SWR
Foto: Jörg Braukmann
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