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Tuff City Kids – Adoldesscent (Permanent Vacation)


Vom Remix zum Album. Gerd Janson und Phillip Lauer starteten ihr gemeinsames Projekt mit einem Remix und ließen drauf viele weitere folgen. Über 70 Stück sind es inzwischen und ein Ende ist nicht abzusehen, denn ihre Arbeit ist sehr begehrt – zu Recht! Natürlich veröffentlichen sie auch eigene EPs, aber eben nur in einem überschaubaren Maße. Und ein Album? Das ist nun endlich auch da, sieben Jahre nach dem ersten Remix. „Adoldesscent“ („adolescent“ und „old“) nimmt den Faden der Remixe auf, denn eine einzelne Richtung schlagen die beiden nicht ein. Sie können alles zwischen Disco und Techno und die Betonung liegt auf „können“. Lauer und Janson exerzieren hier das elektronische Gebirge mit seinen Ausläufern und Tälern durch, liefern großartige und einzigartige Tracks. Eins der Highlights ist sicherlich „Labyrinth“, veredelt mit der Stimme von Annie. Italo Disco wie sie besser und bewegender nicht sein kann. Sie kochen uns bei „Boilered“ mit Electro (ja, Electro!) ab, schwurbeln mit „R-Mancer“ an der Steckdosenleiste ihres Studio rum, besuchen mit „Wake People“ Synth-Pop in den 80ern und mit „Scared“ geht auch noch etwas Wave. Mit „Aska“ und Gast Kelley Polar wird House und Disco gepumpt, „Farewell House“ spielt die Trumpfkarte, „Sensuchtsstrand“ und „Nordo“ lässt die Sicherungen am Mischpult durchbrennen. Das passiert uns auch – vor Begeisterung. „Adoldesscent“ ist ein wahres Highlight im oft so grauen Alltag elektronischer Alben. 10/10 Tuff Daddy