2019_03_PdW_Vök


Die klingen doch wie …?! Ja, sie klingen wie Synthie-Indie-Pop at its best mit eigener Stimme und einer frischen skandinavischen Brise. Die isländische Band Vök hat ihr zweites Album „In The Dark“ herausgebracht, auf dem sie die Tonarten des Genres souverän rauf und runter spielt. Mal verträumt, melancholisch, hintersinnig, verschachtelt, ja, auch um dem Island-Klischee gerecht zu werden: sphärisch. Dann wieder etwas treibender und tanzfreudig. Dabei stets poppig durch Synth-Sound- Landschaften galoppierend, deren Atmosphäre so wechselhaft ist wie das Wetter Islands. Dem Trio gelingt es, den auf dem Debütalbum „Figure“ entwickelten, eigenen Sound weiter zu konturieren, zu schärfen, die Songs noch mehr auszuarbeiten. Jeder Track des Albums hat ein eigenes Thema, wobei die Skala von Obsession in „Night & Day“ hin zu zermalmender Enttäuschung in „Autopilot“ reicht. In ihrem Song „Spend The Love“ erkunden Vök akustisch aufregendes Neuland, da sich die gefühlvolle Stimme von Sängerin Margrét Rán spielerisch mit basslastigen Beats verflicht, ein Dance-Track, „der sich mit dem Thema (Anti-) Konsumverhalten befasst“, sagt dazu Margrét: „Er spielt mit Humor und Heuchelei. Gib deine Liebe und nicht dein Geld aus!“ Neben „Night & Day“, „Spend The Love“
und „Autopilot“ gibt es mit „Erase You“ und dem Titelsong „In The Dark“ zwei weitere starke Single-Auskopplungen. Ein solides Album, dessen Stücke sich gut in Reihe, aber auch random und in diversen Lebenslagen hören lassen. 9/10 Stella Ludwig