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Was ist zu tun bei einem Cannabis-Horrortrip – Bild von Edvard Munch „Der Schrei“


Es kann jede Person einmal treffen. Jedem kann es passieren, einen schlechten Trip von Cannabis zu bekommen. Auch erfahrene und kontinuierliche Kiffer können sich nicht davon freisprechen. Einige Faktoren, die einen schlechten Trip auslösen, lassen sich zwar nicht kontrollieren, aber es ist trotzdem gut zu wissen, was zu tun ist, wenn man plötzlich in der Situation steckt und sich der Bad Trip nicht mehr vermeiden lässt.

Was ist zu tun bei einem Cannabis-Horrortrip

Cannabis-Konsum kann sich unterschiedlich auswirken. Die einen vertragen es recht gut, andere weniger, das hängt mit der körperlichen und geistigen Verfassung des Konsumenten zusammen. Aber auch die Umwelt, die Personen, die uns umgeben nehmen Einfluss darauf. Auch die Musik, die gehört wird oder das Licht, das den Raum beleuchtet kann einen Bad Trip hervorrufen, zumindest Faktor dafür sein. Die Menge des THCs nimmt ebenso Einfluss darauf, wie schlimm dieser Horrortrip wird. Bei einem hohen THC-Prozentsatz hat unser Organismus mehr damit zu tun, einen psychologischen Widerstand aufzubauen als bei schwachem THC, trotzdem ist auch bei wenig ein Horrortrip nicht auszuschließen.

Da sich Cannabis stark auf den Kreislauf auswirkt, sollten Personen mit schwachem Kreislauf besonders darauf achten, wie viel sie konsumieren. Schwindel, Schweißausbruch und Übelkeit sind die Folgen. Diejenigen von euch mit einem stabilen Kreislauf sollten dennoch Situationen berücksichtigen, in denen auch ihr Kreislauf anfällig ist, etwa wenn man krank ist, wenn man vorab schon andere Substanzen genommen hat oder wenn der Körper übermüdet und verausgabt ist. Was hilft, wenn der Kreislauf abstürzt? Am besten hinlegen, Füße hoch und Wasser trinken. Der Körper braucht einige Zeit, um sich dann wieder zu fangen, aber er fängt sich. Der Schweißausbruch lässt nach und bald sollte auch dein Kreislauf wieder stabil sein. Übereiltes, schnelles Aufstehen ist nicht ratsam, ihr solltet eurem Körper wirklich etwas Zeit geben.

Cannabis-Konsum ist ein vollkommen  subjektiver Rausch. Es gibt zwei Richtungen, in denen Cannabis einschlägt. Einige Sorten machen high die anderen dicht, aber beide können in einen Bad Trip umschlagen. Da durch Cannabis die Sinne intensiviert werden, können unangenehme Gedanken und Angstgefühle eine psychedelische Krise auslösen. Das intensive Wahrnehmen kann beängstigend sein, weil man das Gefühl bekommt die Kontrolle über seine Gedanken zu verlieren. Das Gedanken-Wirrwarr sollte versucht werden zu fokussieren. Man sollte versuchen sich an positive Gedanken zu orientieren und nicht in Panik geraten. Die Gedanken am besten auf die aktuelle Situation lenken und auf den Ausweg aus dieser Situation. Ruhig atmen, sich darüber bewusst werden, dass das wieder vorbei geht und nochmals Ruhe bewahren.

Ein Tapetenwechsel hilft viel. Man sollte einfach den Raum verlassen, in dem man sich derzeit befindet und Ruhe suchen. Ist man mit mehreren Leuten im Raum, ist es besser aus dieser Situation herauszugehen. Ist eine vertraute Person dabei kann man die als Unterstützung mitnehmen, ansonsten werdet ihr euch besser fühlen, wenn nicht ihr nicht angeschaut werdet und irgendwelchen Gesprächen folgt, die noch mehr Gedanken-Wirrwarr produzieren.
Befindet ihr euch draußen und es fängt an unangenehm zu werden, geht nach Hause. Es gibt ein geborgenes Gefühl, in den eigenen vier Wänden zu sein. Eine friedvolle Umgebung beeinflusst den mentalen Zustand sehr. TV und Musik erstmal ausschalten, der Geist muss zuerst klar werden. Sobald eine gewisse Entspannung erreicht ist, kann Musik oder ein lustiger Film eine willkommene Ablenkung sein. Tee, Saft oder Wasser zu trinken, ist auch immer eine entspannende Aktivität, denn durch die Flüssigkeitszufuhr wissen wir, dass wir uns gerade etwas Gutes tun, das lenkt von negativen Gedanken ab.

Wie Freunde helfen können
Erstmal ist es schon gut, dass die Person, die gerade den schlechten Trip durchlebt, überhaupt einen vertrauten Menschen hat. Alleine das zu wissen ist Gold wert. Ein Freund kann in solchen Momenten das Gespräch führen und in eine positive Richtung schieben. Weit hergeholte Zweifel und Paranoia können widerlegt werden und die betroffene Person irrt weniger ziellos in den Gedanken umher.
Offensichtliches sollte immer wieder gesagt werden. Das dient dazu sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, entspannen. „Beruhige dich“ und „alles wird gut“ u.s.w. darf also des Öfteren wiederholt werden. Mal nachfragen was die betroffene Person akut fühlt und sich die mentale Lage erklären lassen, zeigt der Person, dass Verständnis da ist und man gemeinsam nach dem Ausweg sucht. Geduld muss vom Helfer groß geschrieben werden. Oft kann es sein, dass es scheint, der schlechte Trip geht langsam vorüber, die betroffene Person aber einen negativen Gedanken nicht loslassen kann und keine Entspannung eintritt. Sachliche Erklärungen weshalb der Bad Trip eingetreten ist zu erläutern, hilft wieder Orientierung zu finden und den Bad Trip distanzierter zu betrachten. Ein Bad Trip kann nur subjektiv gesehen werden, daher ist eine distanzierte Sichtweise wieso weshalb warum er eingetreten ist, hilfreich um ihn zu kontrollieren. Weiter gibt es noch kleine Tricks, damit sich die betroffene Person wieder der Realität nähert. Nach konkreten Sachen wie Uhrzeit fragen. Oftmals verzerrt sich das Zeitgefühl, mit einem Blick auf die Uhr wird das Gefühl der Zeitverzerrung abgeschwächt.
Ansonsten ist es einfach wichtig da zu sein. Klingt simpel, aber damit gibt man ein Gefühl der Sicherheit weiter. Auch wenn man nicht vor Ort da sein kann, kann man telefonisch präsent sein.

Die Formel gegen einen Horrortrip ist: Nicht in Panik geraten+ Ruhe bewahren+ sich entspannen.
Schafft euch eine entspannte Situation, denn eins ist sicher: Der Bad Trip geht auf jeden Fall vorbei. Schlafen ist die beste Medizin.

 

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