Mdma

Was passiert wenn du zuviel MDMA nimmst


MDMA ist ja bereits nicht mehr nur als Partydroge bekannt, sondern auch als psychotherapeutisches Werkzeug. Aber sicher ist, zu viel ist ist zu viel. Wir haben uns schlau gemacht, was passiert bei zu viel.

Akute Überdosis
Du hast deinen Finger zu tief ins Dippzeug gehalten oder die Molly-Line mit einer Pep-Line verwechselt? Und das eigentlich sonst so wohlig angenehme und gemütliche Gefühl tritt nicht ein, stattdessen überrollt dich die Droge. Wenn du dich plötzlich so gar nicht wohl fühlst, du nur noch irgendwo in Sicherheit sein möchtest, weil Schweiß und Scham dich überströmt. Du nur noch wirres Zeug nuschelst und du deinen Körper weitestgehend nicht mehr unter Kontrolle hast, dann war das zu viel MDMA. Je nach dem wie viel zu viel man genommen hat, vergeht die starke Wirkung samt Nebenwirkungen innerhalb einiger Stunden oder es kommt zu gefährlicher Überhitzung, Dehydration bis hin zu Organversagen. Eine Überdosis kann zum Tode führen. Wenn man keine Vorstellung davon hat, wie MDMA zu dosieren ist, sollte man sich unbedingt vorher informieren. Durch Unwissenheit passieren gerade lebensgefährliche Überdosen schnell. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn im Vorfeld Herz- oder Organkrankheiten bestehen.
Übrigens ist nicht nur zu wenig Wasser trinken gefährlich. Wenn man zu viel Flüssigkeit in kurzer Zeit in sich reinschüttet, kann es zu Hyperhydration kommen. Inzwischen sind daher geleitete tödliche Fälle in den USA und Europa bekannt.

Psychische Langzeitfolgen bei zu hohem MDMA-Konsum
Bei regelmäßigem Konsum über einen längeren Zeitraum kann der Wirkstoff (3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin) zu einer ernst zu nehmenden psychischen Krankheit führen. Besonders, wenn man eine latente Neigung zu depressivem Verhalten aufweist. Das Risiko nach MDMA-Konsum an Depressionen zu erkranken ist hoch. „Schuld“ daran ist die starke Ausschüttung der körpereigenen Botenstoffe Serotonin, Noadrenalin und Dopamin. Die Serotonin-Wiederaufnahme wird durch häufigen MDMA-Konsum mehr und mehr gehemmt, somit wird es für unseren Körper immer schwieriger, dieses Glückshormon selbst wieder aufzufüllen und das kann zu chronischer bzw. langwährender Depression führen.
Es kann auch zur drogeninduzierten Psychose kommen. MDMA ist ein psychisches Stimulanzia. Häufiger Konsum kann die Psyche überfordern, die heftigen Einflüsse zu verarbeiten. Die Psyche brauch Ruhe um sich erholen zu können. Je unausgeruhter und unausgeglichener die Psyche ist, desto mehr Stress entwickelt sich. Panikattacken, Angstzustände und Wahnvorstellungen können die Folge sein.
Stimmungsschwanckungen und Gefühlskälte entstehen, wenn man zu oft MDMA konsumiert, weil man das natürliche Hormonsystem stark manipuliert.

Körperliche Langzeitschäden
Neben negativen Auswirkungen auf die Organe Niere und Leber, verursacht langjähriger MDMA-Konsum Hirnschäden. Die Hirnfunktionen des Kurzzeitgedächnis werden beschädigt. Das Gehirn muss unter der neurotoxischen Wirkung leiden. Durch den Wirkstoff MDMA werden die Nervenzellen angegriffen, die Seretonin-Botenstoffe transportieren. Besonders die Nervenenden, Axone genannt, werden beschädigt. Diese sind für die Kommunikation und als Kontaktpunkt für andere Nervenzellen zuständig. Das führt zu kognitiver Leistungsabnahme. Sprich, lernen fällt schwerer, man kann sich Dinge schlecht merken und vergisst vieles schnell.
Noch ist es unklar, aber eine frühzeitige Demenz könnten ebenfalls Auswirkung von dem Langzeitkonsum sein. Mit dem Älterwerden nehmen die Aktivitäten von den Nervenzellen mit denen Serotonin transportiert wird ab. Dies steht in Verbindung mit der Demenz-Erkrankung. Die subtile Manipulation durch viel MDMA könnte diese Altersprozesse vorlagen und intensivieren.
Blasenbeschwerden sind auch ein nahe liegender Folgeschaden. MDMA wird über die Niere abgebaut. Die Nierentätigkeit und der Harndrang werden durch die Stimulanzien angeregt. Die Blase kann überreizt werden. Außerdem spannt man unter Einfluss von MDMA die Muskeln an. Die Blase ist quasi verwirrt, weil auf der einen Seite signalisiert wird, dass man muss und auf der anderen Seite das starke Anspannen der Muskeln dagegen wirkt. Blasenschwäche, Blasenentzündungen bis hin zu Inkontinenz sind als Folge möglich.
Dies sind im Übrigen noch weitere Folgen, die eintreten können: Starker Abnutzung der Backenzähne, Hepatitis (Leberentzündung), Gelbsucht, Leberschäden (die so genannte Ecstasy-Akne ist übrigens ein Hinweis auf drohende Leberschäden), Nierenschäden und Nierenversagen, fortschreitende Schädigung des Immunsystems, hoher Blutdruck, langfristig aber eher zu niedriger Blutdruck, unregelmäßiger Herzschlag, Herzschäden, Magenprobleme, Kreislaufschwierigkeiten, chronische Schlafstörungen, veränderte Durchblutungsmuster im Gehirn, Libidoverlust.
Ob auf kurz oder lang, zu viel ist niemals gut. Eine goldene Regel, die nicht nur auf MDMA zutrifft.

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