wolfgang tillmans

Er war in den 90er-Jahren der Shootingstar der Fotografenszene, mit seinen (Alltags-) Bildern von Freunden, Bekannten und Subkultur dokumentierte er den Zeitgeist einer Generation, gewann schließlich im Jahre 2000 als erster Nichtbrite den renommierten Turner-Preis. Im September ist nun sein viertes Buch „Neue Welt“ erschienen, das schon im Titel eine Abkehr von alten Gepflogenheiten andeutet. Der gebürtige Remscheider, der mit seinen vorherigen Werken und Ausstellungen hauptsächlich auf die westliche Hemisphäre fixiert war, ist gereist. Rund um den Globus und natürlich die Kamera immer dabei. Hat alles festgehalten, was ihn bewegte, egal ob Natur oder von Menschenhand erschaffen. Er besuchte den Nahen Osten, Papua-Neuginea, Brasilien, porträtierte Menschen, oder lichtete Autoscheinwerfer ab. Ein Bildermix, ohne Grenzen, zwischen Arm und Reich, Bunt  und Blass – sein Blick zwischen nüchtern, detailverliebt, dokumentarisch und überwältigt. Tillmans hat für sich auch eine neue Welt entdeckt. Parallel zum Bildband gibt es in der Kunsthalle Zürich die gleichnamige Ausstellung, die noch bis zum 4. November zu sehen ist.

Wolfgang Tillmans – Neue Welt
Taschen Verlag, 216 Seiten
29,99 EUR

www.tillmans.co.uk
www.kunsthallezurich.ch