Zehn Techno-Tunes die für uns Klassiker sind / Bild von Pixabay


Mit Klassikern ist es immer so eine Sache. Es gibt unbestrittene Klassiker, auf die sich alle einigen können. Laaaangweilig. Wie „Knights Of The Jaguar“ – findet nämlich JEDER gut. Oft es sind es jedoch die kleinen Momente, die uns während des Tanzens im Club mit einem Track Emotionen verbinden lassen. Wenn der Gegenüber dich das erste Mal anlächelt, wenn der Bass punktgenau zum Strobo einsetzt oder wenn die Pille genau zum Break kickt. In solchen Momenten nehmen wir die Musik ganz besonders intensiv wahr. Und wenn dieser Track dann irgendwann und irgendwo nochmals gespielt wird, fühlen wir uns an den emotionalen Moment erinnert. Das ist dann die Geburtsstunde eines ‚persönlichen‘ Klassikers.

Wer kennt nicht diesen Dialog im Club:
„Was ist das für eine Nummer?“
„Geil, oder?“
„Ja, schon. Wie heißt sie?“
„Kennst Du nicht? Ist doch ein Klassiker.“
„Komischer Klassiker, wenn ich den nicht kenne.“

Wir haben hier zehn Stücke versammelt, mit denen die Redaktion besondere Momente verbindet und die für uns damit Klassiker sind.
Vielleicht ja auch für euch.

Los geht’s!

Westbrook Records 1988 – Bam Bam „Where’s Your Child“

Chris ‚Bam Bam‘ Westbrook mit einem Monster aus Acid, House und Techno, dessen Autobahngeräusche im Ratinger Hof in Düsseldorf regelmäßig für Begeisterungsstürme gesorgt haben.

Industrial Strength 1991 – Mescalinum United „We Have Arrived“

Nicht das bekannteste Pseudonym von Marc Acardipane aber für viele das beste. Zu diesem Track gab es auch einen Remix seines Freundes Aphex Twin.

 

Dance Mania 1991 – Robert Armani „Ambulance“

Der Inbegriff eines ‚Tracks‘. Von vorne bis hinten wird ein Sound durchgezogen, der sich hypnotisch in die Windungen bohrt.

Mike Dearborn „1991 – A New Age „

Der Mann aus Chi-Town war vor allem für seine Djax-Up-Releases bekannt. Das hier ist eine seiner ersten Produktionen. Gehosted vom leider an Leukämie verstorbenen Armando.

Think Green Records 1994 – Katana „Erotmania / Hardfloor Remix“

 

Randy Katana mit einem Warehouse-Klassiker. Mitgeschnitten bei Steve Masons BFBS-Radio-Show. Nicht nur, aber vor allem im Hardfloor-Mix.

Dirty House Records 1995 – DJ HMC „Phreakin“

Aus Australien kommt House Master Cam mit dem ultimativen Acid-House-Monster-Groover. Wurde sogar von ZYX lizensiert.

 

Communique 1996 – Woody McBride „Basketball Heroes“

Keine Loveparade ohne Woody McBride aus Minneapolis – Homie von Freddy Fresh. Diese Nummer erklang seinerzeit von jedem Float.

 

Disko B 1996 – Acid Scout „Musik für Millionen“

Der kleine Bruder von Hell, was nicht despektierlich gemeint ist. Disko B war zu dieser Zeit das innovativste Techno-Label Deutschlands.

Relief Records 1997 – Green Velvet „Destination Unknown“

Nicht der größte Hit von Curtis Jones, aber ein sehr wichtiger. Das erste Mal gehört im Set von Carl Cox auf dem Union Move Rave in München. Danach hat Sven Väth die Nummer auch dort gespielt.

Force Inc 1998 – Welt in Scherben I

Thomas P. Heckmann mit einer seiner besten Nummern. Die EBM-Einflüsse machen die ganze Serie zu einem Genuss.

 

Gigolo Records 2009 – Snuff Crew „Berghain“

Nein, es ist nicht uncool, einen Track über den bekanntesten Club der Welt zu produzieren, wie die beiden Maskenmänner eindrucksvoll zeigen. Auch im Kölner Umland sehr beliebt gewesen – for those who know.

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