
Ein DJ mit früheren Auftritten bei bekannten Ibiza-Partys und Clubs soll laut Diario de Ibiza als zentrale Figur eines internationalen Drogennetzwerks tätig gewesen sein. Das Oberste Gericht der Balearen bestätigte nun eine Haftstrafe von neuneinhalb Jahren gegen einen argentinischen Staatsbürger wegen Drogenhandels, Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation und Strombetrugs.
Bei dem Verurteilten soll es sich um Hugo Bianco handeln. Der aus Mar del Plata stammende DJ war in der Vergangenheit unter anderem bei Marco Carolas Music On auf Ibiza sowie in Clubs wie Amnesia, Pacha Ibiza und Destino zu sehen. Auch bei internationalen Veranstaltungen wie dem UNUM Festival in Albanien, 93 Feet East in London und dem BPM Festival in Costa Rica stand er auf Line-ups.
Die Ermittlungen liefen unter dem Namen Operation Pertinax und wurden von der spanischen Guardia Civil gemeinsam mit US Homeland Security Investigations geführt. Den Behörden zufolge soll das Netzwerk größere Mengen MDMA, Kokain, Ketamin und Cannabis von den USA auf die Balearen gebracht haben. Bianco soll dabei über Kontakte in Miami und Ibiza logistische Unterstützung aus Barcelona geleistet haben.
Bereits 2020 waren im Zusammenhang mit dem Fall 21 Personen auf einem Anwesen in Jesús auf Ibiza festgenommen worden. Beschlagnahmt wurden dort unter anderem 38 Kilogramm Cannabis, 4.500 Cannabispflanzen, 8 Kilogramm synthetische Drogen und 45.000 Euro Bargeld. Weitere Festnahmen in Miami und Barcelona führten zur Sicherstellung von 47 Kilogramm MDMA-Pillen und 14 Kilogramm Ketamin.
Neben der Haftstrafe wurde eine Geldstrafe von 3 Millionen Euro verhängt. Gegen die Entscheidung kann noch vor dem spanischen Obersten Gericht Berufung eingelegt werden.
Foto: JanManu
Auch interessant:
Mega-Strafe für illegalen Ibiza-Rave bestätigt – Sven Väth übt Kritik