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Zwei Kilogramm Kokain im Körper versteckt – Foto: RP Online


Den Zollbeamten am Frankfurter Flughafen kam ein Mann mit schmerzverzerrten Gesicht entgegen. Er verließ gerade einen Flieger aus Nigeria, als die geschulten Augen der Zollbeamten ihn zur Seite nahmen und fragten, was los sei. Der 41-jährige Mann antwortete, er habe starke Magenschmerzen. Die Kontrolleure am Zoll hatten sofort den Verdacht, dass dieser Mann Drogen in seinem Körper schmuggelte. Sie behielten recht. Der Mann hatte eine Rekordmenge von knapp zwei Kilogramm Kokain im Körper versteckt. Erst nachdem er die geschmuggelte Ware ausgeschieden hatte, verbesserte sich sein Zustand und er kam in Untersuchungshaft.

Der Prozess gegen den 41-jährigen Geschäftsmann, der eigentlich aus der Textil- und Stoffbranche kommt, wurde nun gefällt. Das Urteil fiel für den vermeintlichen Drogenkurier verhältnismäßig mild aus. Dreieinhalb Jahre Haft bekam er aufgebrummt. Das strafmildernde Urteil bekam der Nigerianer deshalb, weil das Gericht davon überzeugt war, dass der Mann die knapp zwei Kilogramm Kokain, die auf 90 einzelnen Päckchen verteilt waren, nicht freiwillig geschluckt hat. Laut seinen Angaben habe der Mann unter Zwang diese Menge Kokain schlucken müssen.

„Normalerweise hätten Sie bei dieser Menge Kokain eine wesentlich härtere Strafe erhalten,“ erklärte die Richterin dem heftig weinenden Mann. Die wirtschaftlich prekäre Lage seiner Familie, das hohe gesundheitliche Risiko, welches die Auftraggeber dem Mann zumuteten und dass das Kokain ihm anscheinend mit Gewalt inkorporiert wurden und die damit verbundenen Schmerzen, ließen die Strafe milder ausfallen.

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