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Größter Kokain-Fang der Geschichte


Da ist den Zollfahndern im Hamburger Hafen aber ein großer Fisch ins Netz gegangen. In einem Container von der niederländischen Antilleninsel Curaçao, in dem laut Lieferpapieren Metallschrott geladen war, fand der Zoll 717 Kilogramm Kokain in einem Reinheitsgrad von 80 Prozent.

In üblicher Streckung hätte das Rauschgift einem Gewicht von 2,8 Tonnen entsprochen und einen Straßenverkaufswert von 145 Millionen Euro gehabt. Damit handelt es sich um die größte je in Deutschland beschlagnahmte Menge an Kokain.

Wie der Zoll in Hamburg berichtet, steckt hinter dem Schmuggel eine internationale Bande. Mehrere Mitglieder der Bande hätten sich schon gegenseitig umgebracht. Mit der Bekanntgabe der Beschlagnahme wollten die Behörden die Brisanz aus dem Bandenkonflikt nehmen, erklärte der Zoll. Es sollten keine weiteren Menschen gefährdet werden. Möglicherweise sei noch weiteres Kokain auf den Weg gebracht worden. Der Container sollte in die Niederlande gehen. Laut Lieferpapieren sollte der Inhalt aus Metallschrott bestehen. Die Kokainpakete zu etwa je einem Kilogramm waren in Bleibleche verpackt, um Röntgenstrahlen bei einer Kontrolle abzuhalten. Außerdem waren die Folien, mit denen die Pakete umwickelt waren, mit Benzin getränkt, um Drogenhunde zu täuschen.

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