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Der designierte Präsident Obrador hat nun die ersten Schritte für die Freigabe von Cannabis in Mexiko unternommen. Dadurch sollen die Drogenkartelle geschwächt werden.

Seit rund 100 Jahren ist Marihuana in Mexiko verboten, doch das soll sich jetzt ändern. Am Donnerstag will die zukünftige Innenministerin Olga Sànchez dem Parlament einen Gesetzesentwurf für eine Legalisierung vorlegen. Man will nicht nur eine medizinische Marihuanaindustrie schaffen, sondern auch den Freizeitgebrauch von Cannabis ermöglichen.

Ab 1. Dezember wird Andrés Manuel López Obrador der neue Präsident von Mexiko und will einen Kurswechsel im Kampf gegen den Drogenhandel einleiten. Schon vor mehreren Jahren wurden Versuche unternommen, Cannabis in Mexiko zu entkriminalisieren. Es wurde also langsam Zeit. Nach Uruguay und Kanada will nun also das dritte amerikanische Land den Gebrauch von Cannabis vollständig freigeben.

Sánchez, die ehemalige Richterin des obersten Gerichtshofs ist, schrieb in ihrem Gesetzesentwurf, dass das Verbot zu Kriminalität und Gewalt beitragen würde. In den vergangenen zwölf Jahren seien durch die Drogenkartelle rund 235.000 Menschen getötet worden. „Die Politik des Verbots ergibt sich aus der falschen Annahme, dass das Drogenproblem von einem strafrechtlichen Fokus aus angegangen werden sollte“, so Sánchez.

Wenn der Entwurf durchgeht, dürfen Unternehmen in Zukunft Marihuana anbauen und vermarkten. Auch Privatpersonen hätten die Erlaubnis Cannabispflanzen zu kultivieren, wenn sie sich in ein anonymes Regierungsverzeichnis eintragen. Das Rauchen von Joints in der Öffentlichkeit wäre demnach auch erlaubt.

Ein absolutes Verbot von Marihuana wurde vom obersten Gerichtshof für verfassungswidrig erklärt und die Regulierung des Konsums wurde dem Gesetzgeber überlassen. Aufgrund der Gewalt die im Krieg gegen die Drogen zugenommen hatte, stiegen die Zahlen der Unterstützer für eine Legalisierung in den vergangenen Jahren stetig.

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