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Wir haben ja bereits darüber berichtet, was am vergangenen Wochenende alles so Festival-technisch passiert ist. Ein Festival haben wir aber leider vergessen: „Nation of Gondwana“. Wie die Märkische Online Zeitung vermeldete, gab es nach nach dem legendären Techno-Event „Nation of Gondwana“ am Grünefelder Kiessee, das es bereits seit 1995 gibt,  zahlreiche Beschwerden wegen des zu extremen Bass-Sounds der Festival-Anlage.

Ein Grund, im nächsten Jahr mal in die Gemeinde Schönwalde-Glien zu fahren, oder?

Vor allem in Schwante Kremmen, Sommerfeld bis ins rund 30 Kilometer entfernte Wall sollen die offenbar ohrenbetäubenden Bässe zu hören gewesen sein. Den 8.000 Gästen dürfte das aber gefallen haben, als Monkey Maffia, Der Dritte Raum, Joel Mull, H.O.S.H., Âme oder Monika Kruse unweit von Berlin für „gigantische Bass-Lautstärke“ gesorgt haben.

Ein Anwohner sagte der MOZ, „Wir sind regelrecht zugedröhnt worden. Es war ein strammer Radau, den die tiefen Bässe verursacht haben.“
Das Schönwalder Ordnungsamt habe ihm indes versichert, dass keine Verordnungsvorschrift missachtet und der Lärmpegel eingehalten wurde. Das Equipment wurde zudem verplombt, so dass dem Missbrauch Vorschub geleistet werden konnte. All das ist in der Tat überprüft worden, wie Ordnungsamtsleiter Kurt Hartley auf Anfrage der MOZ bestätigte. Womöglich habe aber der Wind ungünstig gestanden, so dass vor allem im Landkreis Oberhavel das Dröhnen der Bässe zu hören war. In unmittelbarer Umgebung war das kaum der Fall. Etwa 25 Beschwerden hat es gegeben. Hartley will nun nach den Gesprächen mit Akustikern und dem Veranstalter Markus Ossevorth Konsequenzen ziehen.

So sollen im kommenden Jahr während der 22. Ausgabe des Events andere Messwerte zugrundegelegt werden. Auch Kontrollen in der Nacht seien vor Ort und in der Ferne geplant. „Vorzuwerfen ist dem Veranstalter indes nichts. Der bisher für die Musik zulässige sogenannte A-Messwert in Höhe von 55 Dezibel ist deutlich unterschritten worden. Er lag am Wochenende bei 37 bis maximal 46 Dezibel. Das Problem war in diesem Jahr tatsächlich der Sound der Bässe. Diesen sogenannten C-Wert haben wir nicht messen können. Der wird derzeit nicht erfasst. Dei Technik ist schlicht weiter als die Vorschriften. Klar ist aber, dass die Bässe heruntergefahren werden müssen. Entsprechende Vorkehrungen werden wir treffen. Das soll nicht nocheinmal vorkommen“, versicherte der Ordnungsamtsleiter.

Also, nächstes Jahr auf zur Nation Of Gondwana, das ursprünglich auf einem Acker bei Altlandsberg in der Nähe von Berlin stattfand und seit 1999 an einem See bei Grünefeld (Gemeinde Schönwalde-Glien) ein Zuhause gefunden hat. Aufgrund einer Ordnungsverfügung darf nur eine begrenzte Zahl an Gästen auf den Platz – das Festival ist mit 8000 Besuchern regelmäßig ausverkauft.

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