Renaat Vandepapeliere

 

Der Belgier Renaat Vandepapeliere hat im Jahr 1984 mit seiner Lebensgefährtin Sabine Maes R&S Records gegründet. Es gehört zu den wichtigsten Labels der elektronischen Musikszene; Acts wie Moby, Aphex Twin, Joey Beltram, Lone, Talaboman oder James Blake haben dort schon veröffentlicht.
Am 19. Januar startet Vandepapeliere die neue „RV Trax“-Serie auf R&S, die den Sound seiner DJ-Sets reflektiert und eine Plattform für Künstler bietet, die sich jenseits von Social-Media-Likes und Online-Hype entwickeln. Zum Auftakt gibt es Tracks von Hermetics, G-Prod und Bird Of Paradise.

In unserer Rubrik „Zehn Wegweiser“ stellt der 60-Jährige nicht nur seine zehn, sondern seine 15 wichtigsten Platten vor.

„Diese Alben sind seit meiner Jugend meine Favoriten und inspirieren mich bis heute. Nichts schlägt sie!“

Ennio Morricone – The Good, The Bad And The Ugly – Original Motion Picture Soundtrack (1968)
Mein allererstes Album, da war ich 13 Jahre alt. Nachdem ich den Film gesehen hatte, war ich sehr beeindruckt von der Musik und habe meinen Vater gefragt, ob er mir den Soundtrack kaufen würde. Mein generelles Interesse für Soundtracks habe ich nie verloren.

Rare Earth – Get Ready (1969)
Überflüssig, zu erwähnen, dass das funky Tunes sind. Die Tunes, zu denen ich auf den ersten Partys, auf die ich gehen durfte, getanzt habe. Und außerdem die Tunes, die mich davon träumen ließen, Drummer zu werden.

Marvin Gaye – What’s Going On (1971)
Kein Kommentar – ein Meisterstück. Der Soul ging ohne Umwege direkt in mein Herz.

James Brown – Live At The Apollo (1963)
Ohne James Brown würde es wohl keine Tanzmusik geben – ganz einfach. Er war ein Visionär. Hip-Hop, du solltest James Brown danken!

Roxy Music – Flesh + Blood & Country Life (1980 & 1974)
Die beste sinnliche Popband der Welt. 

Klaus Schulze – Weird Caravan (1980)
Aus dem Album „Dig It”. Electronica erster Klasse. Wir haben nichts erfunden, was mit moderner Tanzmusik zu tun hat. Es war schon alles da, bevor der Name Techno ein Verkaufsschlager wurde.

Jean Michel Jarre – Equinoxe (1978)
Das ist der Kaviar der elektronischen Musik.

The Beatles – Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band & The White Album (1967 & 1968)
Als Kind am psychedelischen Pop naschen … come together!

David Bowie – Ziggy Stardust – The Motion Picture (1983)
Bowie ist einfach ein Mentor der modernen Kunst.

Ravel – Bolero (1928)
Das ist ein Meisterstück der klassischen Musik. Nenn es Minimal, nenn es feine Arrangements – da ist alles drin, wonach ich immer noch suche, wenn ich Musik höre.

Kraftwerk – Computerwelt (1981)
Die Blaupause von zeitgenössischer Tanzmusik und Hip-Hop.

Prince – Sign ‘O’ The Times (1987)
Der beste und kompletteste Künstler aller Zeiten auf allen Ebenen.

The KLF – Chill Out (1990)
Das beste Chill-out-Album aller Zeiten.

 
Aus dem FAZEmag 071/01.2018

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