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Ein Album gegen die Langeweile. Ein Statement gegen die Einfallslosigkeit. Ein Manifest des Technos. Adam X bringt mit „Irreformable“ ein Album heraus, das überaus abwechslungsreich gestaltet wurde und vor allem eins braucht: einen guten Subwoofer. Und tolerante Nachbarn sind auch von Vorteil. Man könnte jetzt irgendwelche Pseudokategorisierungen vornehmen und etwas von düster, dark und Industrial-Einfluss schwafeln, oder man genießt einfach zehn verdammt heiße Technotracks, die aus der Ursuppe der elektronischen Musik geformt sind. Revolte, Aufbruch, Zukunft. Und Adam X schafft es spielend leicht, der großen Unvollkommenheit vieler Technoalben entgegenzuwirken: Redundanz und Selbstreferenz. Jeder Track ist neu, anders, einzigartig. Das nebulöse „Interchanges“ stellt den Einstieg dar: Sequentielle Synthielayer bohren sich in die Hörmuscheln, und das Stück bereitet auf den kommenden Ritt auf den Bässen vor. „Catenary“ und „Binary Posession“ steigern die Härte. Vocals strahlen das Mysteriöse, Geheimnisvolle aus. „On The Verge Of Decimation“ ist der Knaller, die Explosion. Auf diesem hohen Level bleiben die restlichen fünf (digital: sechs) Tracks, immer mit einer Hand am Bassknüppel. Diesem Werk ist eine möglichst große Hörerschaft zu wünschen. Exzellent. 10/10 TobiQ.