CRMCD031_Aphrohead
Felix Stallings ist ein Chamäleon der Housemusik, das seit über zwei Jahrzehnten sein Unwesen unter diversen Pseudonymen treibt (noch heute sind seine Radical Fear Outputs als Felix Da Housecat als wegweisend anzusehen). Als er 1993 mit “In The Dark We Live“ sein Aphrohead Debut gab, war das wie ein fulminanter Donnerschlag, der die Technowelt erschütterte und ein Zeichen setzte. Neben seiner Affinität zu Techno, entwickelte er in den letzten Jahren eine Vorliebe für Electro, die ich nicht ganz teile und so fällt mir der elektrolastige Einstieg in “Resurrection“ mit dem Titelstück auch nicht so einfach, doch was danach folgt, hat echte Klasse! Er reduziert sich auf das Wesentliche, konzentriert sich auf den Flow und lediglich wenige Effekte, so dass das Ergebnis direkt und hart klingt. Dabei steigert er sich über das pumpende, leichte melodiöse “KlymaXXX“ in ältere Texturen, die Mitte der 80er den eigentlichen Gedanken von Techno aus Detroit in die Welt hinaustrugen (“Let’s Prance“, supercoole Bassline). Maschinelle, industrielle Beats (“Grow Man Cryy“) oder Adam Beyer Härte (“1 King 1 Queen“,“Front To Backk“) referenzieren bewusst an die Wurzeln dieser Bewegung und machen deutlich, warum man diese Musik lieben muss. Wieder mal ein starker Auftritt des Aphroheads. 8/10 Cars10.Becker