Irgendwie schafft es Arturia im Moment, mit jedem Update die Messlatte höher zu setzen für innovative Digital-Synthesizer. Hier ist zuerst mal jegliche Synthese-Art mit an Bord: Additive Synthese, Wavetable-Synthese und auch Granularsynthese. Dazu richtig gute, analog klingende Filter und in der neuen Version nochmal vier neue Effekte aus der Oberklasse. Die neuen Effekte bestehen aus einem Multiband-Kompressor, einem Pitch-Delay, einem Flanger und dem Chorus des Jun 6 von Arturia, der sehr warm klingt.

In der neuen Version kann man nochmal viel genauer in die additive Synthese einsteigen und dabei 512 „Partials“, also Obertöne, hinzufügen. Ein Filter, der hinzugekommen ist, ist der Jup 8 V4-Filter aus der Arturia-Emulation des Roland-Klassikers. Dazugekommen ist auch ein Suboszillator sowie zwei Noise-Oszillatoren, die Sample-basiert sind.

Ich kenne aktuell keinen Synthesizer, in dem man tiefer in die Klangerzeugung eintauchen kann. Zusammen mit dem sehr benutzerfreundlichen Konzept und den krassen Modulationsmöglichkeiten, die nochmal besser als Serum & Co. funktionieren, ist der Pigments DAS Soundmonster des Jahres! 

Einziger Schwachpunkt ist die hohe CPU-Belastung, die deinen Computer ordentlich fordern wird.

 

Aus dem FAZEmag 112/06.21
Text: Matthias Thienel
www.arturia.com