Wir lieben alle diese wandgroßen Modular-Synthesizer-Systeme, waren schon unzählige Male in Schneiders Laden zum „Testen“ und sneaken uns nur zu gern zu diesem einen Freund, der ein paar Module in seinem Besitz hat. Diese bunte, vielfältige und unfassbar kreative Welt der Modulars ist aber erstens nicht gerade günstig und zweitens keinesfalls unterkomplex, um es nett auszudrücken. Seit vielen Jahren gibt es für Menschen, die das unbegrenzte Potenzial dieser Synthies ausnutzen wollen, aber auf die haptische Experience einer Hardware verzichten können, das VCV-Rack.

Das VCV-Rack ist ein Software-Modular-Synthesizer, in dem man aus einer riesigen Library aus Modulen sein eigenes System zusammenstellen kann. Und das kostenlos. So viele Effekte, Klangerzeuger, Modulatoren und Kabel, wie der geneigte Soundschrauber bzw. -schrauberin möchte. Anzahl der Module, Stand jetzt: 2.562. Darüber hinaus dient das VCV-Rack auch als Host für Plug-ins, die in das Modular-System reingeladen werden können. Das einzige Manko ist mit der just erschienenen zweiten Version aufgehoben: Von nun an gibt es das VCV-Rack auch als VST-Plug-in und kann nicht nur als Standalone-Software betrieben werden. Somit ist hier aus einem einzigen Experimentierkasten ein professionelles Werkzeug geworden. In v2 haben die Entwickler auf Ideen der riesigen Community reagiert und diese eingebracht. Aufgrund dieser neuen Veränderung wird das Tool nun 149,- Dollar kosten. Wer schnell ist, kann den Einführungspreis von 99,- Dollar noch ergattern. 

 

Aus dem FAZEmag 112/06.21
Text: Matthias Thienel
www.vcvrack.com/Rack