Audion - Alpha
Zehn lange Jahre hat es gedauert! Nach zahlreichen Singles und Remixes veröffentlicht Matthew Dear nun endlich das heiß ersehnte zweite Album unter seinem Alter Ego Audion auf iK7. Alpha lautet der Titel und wird vom Interpreten selbst als „Ein Werk der Liebe“ beschrieben und das ist hörbar, denn die Platte hat es gewaltig in sich. Kosmische Flächen, düstere Bässe und obskure Vocals ziehen einen von Sekunde eins an in ihren Bann („Dem“). Gefolgt von hypnotischen („Traanc“) und nahezu undefinierbaren Rhythmen („Celestial Antibody“) lässt Dear mit „Destroyer“ die Bombe platzen, kreischende Synthesizer und eine kräftige Kickdrum erfüllen den Raum und lassen die Platte zum Höhepunkt kommen. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen präsentiert sich die zweite Hälfte des Longplayers außerordentlich treibend („Timewarp“) und bringt Tanzflur orientiertes Klanggut („Zunk Synth“) mit sich. Durch die ständige Transition vom treibenden ins experimentelle gelingt es dem New Yorker über die gesamten dreizehn Tracks, ein immerwährendes und angenehmes Auf und Ab zu generieren, ohne auch nur das kleinste Fünkchen an Spannung zu verlieren. 10/10 Lucas M