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Es geht weiter in dem Rechtsstreit um den Magdalena Club. Wie angekündigt, gibt das Team Magdalena nicht so schnell auf und veröffentlichte bereits am Freitag eine, so nennen sie es selbst, aktuelle Stellungnahme aus dem Exil bei Facebook. In der Stellungnahme beziehen sie sich auf Vorwürfe seitens der Insolvenzverwaltung und um die umstrittene Silvesternacht.

Im ersten Teil der Stellungnahme von der Magdalena wird geschrieben, dass das Kaufangebot, welches zwischen der Insolvenzverwaltung Voigt-Saulus und der Matrix Club & Event GmbH beschlossen wurde, niedriger ist, als ein Kaufangebot, welches die Magdalena Veranstaltungs UG durch einen Investor der Insolvenzverwaltung gemacht habe. Der Kaufvertrag zwischen der Insolvenzverwaltung und der Matrix wurde bereits am 23.12.2016 „hinter verschlossenen Türen“ geschlossen. Das Magdalena-Team fühlt sich betrogen und übergangen. Das Magdalena-Team ist erst seit vergangener Woche in Kenntnis über diesen Kaufvertrag und dessen Inhalt Der Kaufvertrag beläuft sich auf eine angebotene Summe von 270.000,- Euro zzgl. 15.000,- Euro Warenvorräte. Laut Kaufvertrag sind die Finanzmittel auch schon auf ein Anderkonto eines anderen Rechtsanwaltes hinterlegt worden. Es scheint schon eine vereinbarte Sache zu sein. Kein Wunder, dass sich das Magdalena-Team übergangen fühlt, wenn kurz darauf ein Angebot von ihrem Investor missachtet wird, obwohl es das Angebot der Matrix überbietet. Der von der Magdalena gefundenen Investor bietet mit Verhandlungsbereitschaft nach oben 350.000,- Euro und kann einen Liquiditätsnachweis von 600.000,- Euro vorlegen. Das Magdalena-Team hätte mit diesem Investor zusammengearbeitet, was schon viele Rechtsstreitigkeiten wegen der Insolvenzmasse ausgeschlossen hätte. Nur leicht subtil deutet das Magdalena-Team mit dem Satz “ Ein Schelm, wer da auf böse Gedanken kommt“ auf ein Komplott hin.

Im zweiten Teil des Statements geht es um die noch ausstehenden Dezember-Gehälter und die Silvester-Einnahmen. Dort wird vorgeworfen, dass die Dezember-Gehälter wegen des Verhaltens der Magdalena  Veranstaltungs UG in der Silvester-Nacht nicht ausgezahlt werden konnten und außerdem ein beträchtlicher Betrag an der Insolvenzmasse vorbeigeleitet worden sei. Die Magdalena Veranstaltungs UG soll die Silvester-Einnahmen der Insolvenzverwaltung vorenthalten haben und deshalb können die Dezember-Gehälter nicht ausgezahlt werden. Auch da ein klares Statement dagegen von dem Magdalena-Team. Denn es bestehe gar keine Kausalität zwischen den Silvester-Einnahmen und den Dezember-Gehältern. Die Gehälter hätten schon im Laufe des Monats mit einer zweckgebundenen Zahlung an die Insolvenzverwaltung gesichert sein müssen. Es wird vom Magdalena-Team gemutmaßt, dass diese Gelder anderweitig verwendet worden sind.
Das umstrittene Geld von den Silvester-Einnahmen sei in gesetzlich vorgesehener Weise beim Amtsgericht Charlottenburg hinterlegt worden. Insolvenzverwaltung Voigt-Saulus beziffert diese Summe mit 65.000,- Euro, das Magdalena-Team hält dagegen und sagt, dass diese Summe „völlig an den Haaren herbeigezogen ist“.
Weiter wettert das Magdalena-Team, dass der gesamte Vorgang nun von einem Rechtsanwalt aufgearbeitet wird und es unter straf- und standesrechtlichen Gesichtspunkten zur Anzeige kommen wird.
Am 17.01.2017 findet ein Gerichtstermin beim Landgericht Berlin statt. Weitere Termine und Entscheidungen dürften folgen. Das Magdalena-Team will uns weiter mit Statements auf dem Laufenden halten. Außerdem kündigen sie mit dem Satz „Die Messe ist noch lange nicht gelesen. (…) Wir wollen unseren Club zurück“ einen noch lange nicht ausgefochtenen Rechtsstreit in ihrem Statement an.

Von der Matrix-Seite kam diesbezüglich immer noch kein Statement. Telefonisch wurde nur bestätigt, dass „man in Übernahmegeschäften stecke“.

 

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