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Warum 50 Weapons mit seinen Veröffentlichungen immer wieder exzellente Kritiken und qualitative Lobreden ergattert, belegt einmal mehr das Album von Bambounou. Technoid verwurzelt gelingt der Einstieg verworren mit kryptischen Industriehallengeräuschen, gefolgt von Broken Beats mit hochfrequenten Synthies im Sinne von bedeutungsschwangerer Unkompliziertheit. Hat was Zeitgeistiges: Nicht wirklich greifbar und dennoch sehr präsent. “Fire Woman“ experimentiert mit Elektronik, freundlich mäandernd, während der vier Fuß mit “Excluding Natalia“ Einzug hält. Der Track marschiert, jedoch im Loop ohne Ziel – auch so ein Hinweis auf die heutige Zeit. Fiepschige, wabernde Keys mit deepen Backs (“S.A.C.“) werden von polternd, rollenden Beats mit narrativer Optik abgelöst (“Each Other“). Überhaupt dominieren die Beats (“OEZ“), die mit broken Perkussions und wahnwitziger Tonkultur (“At The Mirror“ – Brüller!) oder mit überbordender Deepness ausgestattet sind (“I Ride“). Das setzt aktuell und für die mittelfristige Zukunft innovative Maßstäbe, die nur ganz wenige auf dem Kasten haben. 9/10, Cars10.Becker.