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Der Frühlingsanfang steht kurz bevor. In Berlin locken etliche, mehr als lohnenswerte Clubs, beinahe täglich, mit illustren Tanzmöglichkeiten. Damit ihr eure wertvolle Berlinzeit nicht gar am falschen Ort vergeudet wollen wir euch einige dieser neuen und altbewährten Clubs, kurz mit dem „Wichtigsten-to-know-about“ vorstellen.

Starten wir mit meiner heißgeliebten Renate, genauer gesagt dem „Salon – Zur wilden Renate“, gegründet 2007, beheimatet an der Alt-Stralauer. Die Renate mit ihrem sagenumwobenen, roten Bett hat wie nur wenige andere Clubs die Berliner Clublandschaft der letzten Jahre maßgeblich geprägt.
Betritt man die Renate, gilt es wie gewohnt zuerst am Schrecken der Nacht, der Türsteher-Front, vorbeizukommen. Hier sei anzumerken, dass dies absolut keine böse Front ist. Die Renate glänzt mit einem ausgesprochen netten Mitarbeiterteam. Also spart euch eure Panikattacken und macht das, was ihr an jeder Berliner Tür machen solltet: Bitte, bitte bleibt einfach authentisch & nett!
Natürlich solltet ihr deswegen nicht meinen, mit drei Flaschen Pfeffi intus würde euch der rote Teppich ausgerollt – die Jungs und Mädels an der Tür haben durchaus ein gutes Auge dafür, wer die Feier bereichert und wer reichlich stören würde – aber wenn ihr aus Liebe zur Musik und mit einem Lächeln im Herzen vor ihnen steht, werden ihr willkommen sein. Bitte meidet allerdings die klassischen Stoßzeiten von 2 bis 4 Uhr.

Seid ihr im Inneren der Renate erwartet euch der zauberhafte Innenhof, ein wunderschöner „Gartenfeierentspannungsbereich“ mit kuschligen Ecken für tiefgründige Gespräche und so mancher „Glitzerknutscherei“. Die Renate ist wie das Haus deiner Lieblingsomi – ein Ort, an dem du als Kind ausgelassen und glücklich toben konntest. Dass es tatsächlich ein großes, theoretisch ganz normal bewohnbares, Wohnhaus wäre, wenn es kein Club wäre, macht für mich den besonderen Charme aus.
Eine Mischung aus sich daheim fühlen, jedoch ohne auf den geliebten, intimen, technoiden Dreck, frivolen Schick und die völlig verrückt, bunte Frische Berlins verzichten zu müssen.

Als „Berlin-familiär“, jedoch entspannt & open-minded würde ich das Publikum beschreiben. Man kennt sich, man liebt sich, man nervt sich. Bunt gemischt von jung bis alt, individuell geschmückter Cowboy bis zum Träger lässiger Jeans mit T-Shirt. Zieh an, was du bist und fühl dich frei zu tanzen! Extravagant darf hier sehr gern sein, nur verkleiden solltest du dich nicht sein, echt sein bleibt Trumpf!

Klassisch öffnet die Renate auch in den Nächten von Freitag bis Sonntag. Besonders empfehlen würde ich euch jedoch die in Berlin mehr als legendäre Partyreihe „Bordel des Arts“, vom tollsten Herzensmenschen Marcus Schroeder, die regelmäßig und bereits seit 9 Jahren an Donnerstagen in der Renate Einzug hält. Hier dürft ihr, je nach Line-up, u.a. zu den Beats von Bondi, Sam Shure, SoKool, Foolik, Daniel Jäger, Vom Feisten und Mike Book housig bis deep-technoid, die Nacht und den Tag schwebend vertanzen, bis euch euer Bettchen nach Hause rufen wird.
Eintritt bis 24 Uhr nur 10 Euro, danach 14 Euro.

Genießt es!


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Text: Caroline Waldhoff