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In Österreich wurde Hanf zur Arzneipflanze des Jahres 2018 ernannt. Es wird sowohl zur Krebsbehandlung, Schmerzlinderung und Muskelentspannung verschrieben.

Die österreichische, wissenschaftliche Netzwerk Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA) hat Cannabis zur Heilpflanze des Jahres gewählt, während in Deutschland die erkältungsmildernde Andorn gewählt wurde.

Die Kriterien zur Auswahl für die Ernennung einer Pflanze sind neue Studien, wirtschaftliche Bedeutung und der Bezug zu Österreich. Laut § 14 Ziffer 3 der Suchtgiftverordnung sind Cannabisextrakte in Österreich ärztlich verschreibbar. Mittlerweile können auch in vielen anderen Ländern die medizinischen Vorteile von Cannabis genutzt werden. In den USA ist staatenweise sogar der freizeitliche Gebrauch von Cannabisprodukten gestattet.

Ebenso können aus den Stängel-Fasern Seile hergestellt werden, Speiseöl oder ätherisches Öl gewonnen werden. Man kann Hanf auch zur Dämmung von Häusern verwendet werden. Auch Kleidung und Verbandsstoffe werden aus dem Material hergestellt, wie auch Papier. Schon vor 2.100 Jahren wurde angeblich Hanfpapier in China produziert.

Am bekanntesten ist Hanf jedoch als Nahrungs-, Rausch- und Arzneimittel. Über 400 Inhaltsstoffe können derzeit erforscht werden. Doch zwei rücken besonders in den Vordergrund: THC und CBD.

Letzteres ist kaum psychoaktiv und wird oft gegen Epilepsie und Schizophrenie eingesetzt. Aber auch bei Knochenmarktransplantation wird es verwendet. Es gibt sogar mittlerweile CBD-haltige Zigaretten, die in Europa frei verkauft werden. Allerdings haben diese strenge Auflagen, was die Inhaltsstoffe angeht. Möglichst wenig THC.

THC wird oft bei der Krebsbehandlung eingesetzt. Es hilft nachweislich gegen Übelkeit und steigert den Appetit. Außerdem kann es Schmerzen lindern und die Muskeln entspannen. Der Wirkstoff ist auch der bekannteste von Cannabis und sorgt unter anderem für die berauschende Wirkung bei Gras rauchen.

Weltweit mehr als 183 Millionen Menschen sollen laut dem Weltdrogenbericht 2017 Cannabis konsumiert haben. In der EU will man nun Hanf mit besonders geringem THC-Anteil züchten (weniger als 0,2 Prozent), um die psychoaktive Wirkung zu vermindern und die Vorteile des CBDs nutzen zu können.

Quelle: www.wunderweib.de

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