Die Geister, die ich rief oder unverdienter und gemeiner Shitstorm? Was denkt ihr? Charlotte de Witte wehrt sich gegen Shitstorm. Die agile, stets um den Erdball reisende Techno-DJane sah sich am Wochenende gemeinen Anfeindungen ausgesetzt. Aber was was passiert?

Nach ihrem Gig am 22. November im Moskauer Club Mutador hätte sie am darauffolgenden Tag im schottischen Club SWG 3 in Glasgow spielen sollen. Diesen Auftritt sagte sie aber aufgrund von Krankheit bzw. Erschöpfung ab. Viele Fans, die sich auf ihr Gastspiel gefreut hatten, reagierten mit Unverständnis. Sie warfen ihr vor, dass ihr Bild aus Moskau nichts von Krankheit oder Erschöpfung erahnen ließe. Charlotte ist dafür bekannt, dass sie – wie viele andere Social-Media-Profis – von jedem ihrer Reiseziele Bilder postet. So auch in Moskau. Dass sie – trotz allem Profi-sein – auch nur ein Mensch ist, versuchte sie hier zu erklären:

„For those of you commenting on the previous picture, it was taken two days ago. I was unwell yesterday, unable to make it to the show in Glasgow, and still am absolutely exhausted. I have been giving you my all for a long time now. Your comments are very hard. I don’t “just” cancel. I’m a human being. Not a robot.“

Sie wirkt sehr verletzt von den Anfeindungen und hat jedem Kommentator, der ihr vorwarf, nicht in Glasgow zu spielen, persönlich geantwortet – allerdings immer mit derselben Antwort. Auf der anderen Seite muss man die Fans, die sich sicherlich lange Zeit auf ihr Set in Schottland gefreut haben, verstehen. Oder nicht? Heutzutage, wo es so wichtig für DJs ist, jeden Furz Social-Media-mäßig auszuschlachten, werden die Wogen einer Shitstorm-Welle oftmals selbst angestoßen.

Ob jetzt eine längere Pause für Charlotte de Witte ansteht, ist nicht bekannt. Ihre Formulierung ‚absolutely exhausted‘ lässt jedenfalls nichts Gutes ahnen.

 

 

 

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