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Unabhängige Festivals sind von der Corona-Pandemie besonders schwer betroffen. Ein Bericht der Association of Independent Festivals (AIF) legt nun einen alarmierenden Bericht vor, aus dem hervorgeht, dass die drohende Insolvenz vieler unabhängiger Events in Großbritannien ohne staatliche Unterstützung quasi unausweichlich ist.

Die AIF, die unter anderem Events wie Boomtown, Bluedot oder Fieldday vertritt, berichtet, dass 92 Prozent ihrer Mitglieder vor immens hohen ungedeckten Kosten stehen, die in Verbindung mit Ticket-Erstattungen zum finanziellen Ruin der Veranstalter führen könnten.

Allein die Rückerstattungs-Kosten belaufen sich laut The Guardian auf bis zu 800 Millionen Pfund. Dazu würden sich durchschnittliche Ausgaben in Höhe von 375.000 Pfund für Marketing, Personal oder Werbung gesellen, die nicht wieder eingeholt werden könnten.

Eine Versicherung für derartige Fälle besitzen die meisten AIF-Mitglieder (98 Prozent) nicht. Das geht ebenfalls aus dem Bericht hervor.

AIF-Geschäftsführer Paul Reed sagt: “Es handelt sich hierbei nicht um eine kurzfristige, vorübergehende Geschäfts-Pause – wir reden hier von einem ganzen Jahr, in dem die gesamten Einnahmen wegfallen und keinerlei Handelt stattfindet.”

Dass viele unabhängige Festivals keine staatliche Unterstützung erhalten, sei in den meisten Fällen darin begründet, dass sie die geforderten Kriterien des Darlehen-Programms nicht einhalten können, so Reed.

 

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