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„Elegiac“ ist das zweite Album des Mexikaners Cesar Urbina alias Cubenx. Geprägt von seinem Pendeln/dem modernen Nomadentum zwischen seinen vier Wohnsitzen in Mexiko, Berlin, Paris und Brüssel und gezeichnet von der Abkehr der eher introvertierten Elemente des Debüts. Cubenx wirft die Netze aus auf seinen Reisen und baut das in seine Musik ein. Tief romantische Exzesse verweben mit krautigen Landstraßen, die teilweise auch unbefestigt wirken und strahlen. Cubenx’ Zerrissenheit zeigt sich in den Tracks, die oft mittendrin die Richtung ändern, eine anderes Tempo und eine andere Atmosphäre verbreiten. Die Tickende Dubstep-Bombe „Treasures“ implodiert euphorisch, das klagende „Our Fire“ rollt in epischer und cinematografischer Breite heran, „Banquet“ klagt schwülstig zwischen dicken Cumuluswolken Rossbach“ steigt gerade aus dem Höllenschlund, um sich in eine Supernova zu verwandeln. Und überall drüber ein leichter Film von Wehmut, Klage, Melancholie, Rastlosigkeit und horizontaler Weite. Ein Soundtrack fürs Kopfkino. 9/10 Dieter Horny