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Cannabidiol, kurz CBD, ist nach dem Wirkstoff THC der stärkste Wirkstoff in Cannabis. Genau wie THC ist CBD eines der Cannabinoide, die in Cannabis enthalten sind. Im Gegensatz zu THC wirkt CBD so gut wie nicht psychoaktiv. Medizinisch wirkt es entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit. CBD wird pharmakologisch noch erforscht, um zum Beispiel herauszufinden, ob es u.a. antipsychotische Wirkungen hat.

CBD ist sowohl in den „Rauschhanfsorten“ enthalten als auch im Nutzhanf. Die „Rauschhanfsorten werden grob in Cannabis-Indica und Cannabis-Sativa unterschieden. Der CBD-Gehalt ist in Cannabis-Indica Sorten höher als in Cannabis-Sativa Sorten. Zur Erinnerung: Cannabis-Sativa macht vordergründig high, lässt einen albern, aktiv und kreativ werden. Indica-Sorten geben einen das typische stoned Gefühl. Der Körper entspannt sich, Sinneseindrücke sind intensiver z.B. der Geschmack.

Wirkung
Da sich vermehrt darauf konzentriert wurde THC zu erforschen, gibt es bei CBD und den anderen Cannabinoiden noch viel unerforschtes Terrain.
Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) sind zwei Bestandteile von Marihuana. Das Verhältnis der beiden Bestandteile ist recht simpel zu erläutern: Je mehr THC desto weniger CBD und umgekehrt. Forscher gingen lange Zeit davon aus, dass ausschließlich das bewusstseinsverändernde THC auch für die positiven Behandlungen gegen Schmerzen verantwortlich sei. Aber, in den vergangenen Jahren zeigten einige Studien, dass CBD diverse Wirkungen hat, die medizinisch durchaus einsetzbar sind. CBD kann nämlich zur Behandlungen gegen Schizophrenie, Epilepsie, Angststörungen, Herzkrankheiten und Krebs verwendet werden. Mehrere tausend Patienten werden in den USA bereits mit einer Cannabis-Sorte behandelt, die hochdosiertes CBD enthält und somit kaum THC.

Dennoch sind einige Wirkungen von CBD mittlerweile bekannt. Hier sind Beispiele wie CBD auf unterschiedlichen Krankheiten wirkt.
CBD wirkt entzündungshemmend. Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Arthritis, Asthma und Autoimmunkrankheiten kann CBD entzündungshemmend eingesetzt werden.
CBD wirkt angsthemmend. Man kann sich die angsthemmende Wirkung von CBD ähnlich vorstellen, wie die von dem synthetischen Medikament Diazepam. CBD bindet an den 5-HT1A-Rezeptor. Dieser Rezeptor gehört zur Familie der so genannten Serotonin-Rezeptoren. Und die sind verantwortlich für Lernvorgänge, Regulierung der Körpertemperatur und andere Effekte. Die Aktivierung dieser Rezeptoren werden gängig in der Medizin mit Hilfe von Medikamenten hervorgerufen. Man behandelt so psychische Erkrankungen, wie etwa Angstzustände und Depressionen.
CBD wirkt schmerzhemmend. CBD stimuliert Vanilloid-Rezeptoren vom Typ 1 und Typ 2. Der Vanilloid-Rezeptor 1 wird vor allem auf Nervenendigungen, die als Schmerzrezeptoren funktionieren, gefunden. Die Stimulierung der Vanilloid-Rezeptoren 1 durch CBD trägt zu seinen schmerzhemmenden Wirkungen bei. CBD aktiviert diese Rezeptoren, die für die Unterdrückung chronischer Schmerzreize verantwortlich oder mitverantwortlich ist.
CBD hemmt die Vermehrung von bestimmten Hirntumor-Zellen, indem es eine Form der Zellzerstörung durch einen Mechanismus induziert, der vom Vanilloid-Rezeptor 2 abhängt.
Versuche an Ratten zeigten, dass bei gleichzeitigem Konsum von CBD und hohen Alkohol-Mengen CBD Nervenschädigungen verhinderte. Der Effekt wird auf die antioxidative Wirkung zurückgeführt.
Die antipsychotische Wirkung von CBD wirk derzeit intensiv erforscht. Somit könnte CBD zum Beispiel bei Schizophrenie eingesetzt werden. Aktuell laufen mehrere Studien, unter anderem wird erforscht wie sich CBD und THC auf Hirntumore, Brustkrebs und Lungenmetastarsen wirken.

Nebenwirkungen
CBD hat kaum Nebenwirkungen. Dies liegt hauptsächlich an der nicht berauschenden Wirkung. Bei einige Patienten, die an Studien mit CBD teilnahmen, wurde Benommenheit und Müdigkeit festgestellt. Auch Gewichts- und Appetitveränderungen konnte man bei manchen Patienten feststellen. Gewichtsveränderungen waren in beide Richtungen festzustellen, man vermutet, dass es einen Zusammenhang mit dem Krankheitsbild und weiteren körperlichen Aspekten der betroffenen Patienten diesbezüglich gibt.

Rechtliche Lage
Auf dem deutschen Markt dürfen CBD-haltige Hanföle, die einen THC-Gehalt unter 0,2 Prozent haben, als Lebensmittel oder Kosmetik legal angeboten verkauft werden. Diese Präparate gelten dann nicht als Medizin und dürfen nicht als solche beworben werden. Auch dann nicht, wenn sie eine medizinische Wirkung haben. Vorsicht: CBD-haltige Hanföle sind kein Cannabis-/Haschischöl. Diese sind illegal und stark THC-haltig.
Das Besondere an CBD ist, dass es anders als THC in internationalen Verträgen und nationalen Drogengesetzen gelistet ist. Dies vereinfacht die Forschung und ermöglicht Medizinern, Forschern und Pharmaunternehmen einfachen Zugang und Nutzen.

Viele Hanfzüchter, die ihr Augenmerk auf das medizinische Cannabis haben, versuchen Hanfpflanzen zu züchten, die mehr CBD als THC enthalten. Das Hauptargument der Züchter ist, dass Genusskonsumenten die Rauschwirkung von Cannabis zwar bewusst wollen, aber Patienten diese Wirkung nicht unbedingt haben möchten.

Quellen: Hanf Magazin, Deutscher Hanfverband, Hanfjournal, Wikipedia 

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