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Die Cannabis-Revolution – Kommt bald eine legale Sorte auf den Markt?


Der ewige Streit zwischen Befürwortern und Gegnern der Cannabis-Legalisierung hat vielleicht bald ein Ende. Wo die Gegner fest ihren Standpunkt verteidigen, dass Cannabis ein Rauschgift sei und sie gegen eine Cannabis-Legalisierung sind, hält die Opposition stark dagegen und meint, dass Cannabis harmlos sei und für medizinische Zwecke unentbehrlich ist. Forscher und Hanfzüchter sind mittlerweile dabei einen Kompromiss und somit die Lösung des Streites zu finden. Die Aufmerksamkeit der Forscher und Hanfzüchter liegt nämlich darauf, eine Sorte zu kreieren, die nicht high macht, aber alle medizinischen Vorteile mit sich bringt.

Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) sind die zwei Bestandteile von Marihuana, um die es sich hier dreht. Das Verhältnis der beiden Bestandteile ist recht simpel zu erläutern: Je mehr THC desto weniger CBD und umgekehrt. Der Rauschzustand vom Kiffen wird durch THC verursacht. Der THC-Gehalt bestimmt auch wie stark oder weniger stark das Weed ist. Forscher gingen lange Zeit davon aus, dass ausschließlich das bewusstseinsverändernde THC auch für die positiven Behandlungen gegen Schmerzen verantwortlich sei. Aber, in den vergangenen Jahren zeigten einige Studien, dass CBD diverse Wirkungen hat, die medizinisch durchaus einsetzbar sind. CBD kann nämlich zur Behandlungen gegen Schizophrenie, Epilepsie, Angststörungen, Herzkrankheiten und Krebs verwendet werden.

Mehrere tausend Patienten werden in den USA bereits mit einer Cannabis-Sorte behandelt, die hochdosiertes CBD enthält und somit kaum THC. Viele Hanfzüchter, die ihr Augenmerk auf das medizinische Cannabis haben, versuchen Hanfpflanzen zu züchten, die mehr CBD als THC enthalten. Das Hauptargument der Züchter ist, dass Genusskonsumenten die Rauschwirkung von Cannabis zwar bewusst wollen, aber Patienten diese Wirkung nicht unbedingt haben möchten. Martin Lee, der Leiter der NGO Project CBD sagt zu der US-Zeitung Washigton Post, dass CBD sicher sei und keine Bewusstseinsveränderung herbeiführe. Er spricht ganz klar für eine Legalisierung von Cannabis mit hochdosiertem CBD. Noch ist CBD zu wenig erforscht und noch unklar welche Nebenwirkungen hochdosiertes CBD mit sich bringen könnte, aber dennoch könnte das bald ein neues Zeitalter für medizinisches Cannabis bedeuten.

Auch wenn es jene, die Cannabis gerne auch als Genussmittel legalisiert haben würden, nicht so sehr erfreut, könnte es für Patienten mit psychischen und neurologischen Erkrankungen Hoffnung bedeuten.
Demnächst wird eine Studie von zwei Medizinern der New York University erscheinen, die sich mit Epilepsie-Patienten und deren Einnahme von CBD befasst. Man kann vorab schon sagen, dass die beiden Mediziner zeigen wollen, dass mit Einnahme von CBD die Patienten an weniger Krampfanfällen leiden.
Weiter wiesen schon 2012 Forscher der Universität Köln darauf hin, dass Schizophrenie-Patienten durch die Einnahme von CBD wesentlich weniger unter Halluzinationen leiden.

Der Forschung werden einige Steine in den Weg gelegt, weil die Drogenkommission Cannabis, egal welches THC-CBD-Verhältnis, immer noch als stark sucht-gefährdend sieht.

 

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