Am 24. Und 25. August 2019 fand dieses Jahr die zweite Ausgabe des Drumcode Festivals in Amsterdam statt. Genauer gesagt am Hafen der niederländischen Hauptstadt, der NDSM-Werft, an dem sowohl Label-interne als auch Freunde des Erfolgs-Imprints für 21 Stunden Rave-Spaß sorgten. Natürlich restlos ausverkauft. Zudem gab es an beiden Tagen traumhafte Temperaturen von bis zu 30 Grad. Wir können euch eins sagen: Wir sind sprachlos. Im positiven Sinne.

An- und Abreise
Die An- und Abreise konnte auf vielen verschiedenen Wegen erfolgen. Sowohl die Reise mit der Bahn und dem kostenlosen Shuttle, als auch die kostenlose Fähre, die direkt vom Hauptbahnhof zum Gelände fuhr, dauerten nur wenige Minuten. Wer es sich ganz bequem machen wollte, konnte selbstverständlich auch mit Uber oder Taxi anreisen. Dafür waren eigene Stände eingerichtet. Alternativ gab es auch die Möglichkeit mit dem Fahrrad zu fahren. Zu jedem nur erdenklichen Transportmittel gab es im Voraus ausführliche Anleitungen. Ziemlich idioten- oder auch druffisicher.

Die Location
Wir waren bereits im vergangenen Jahr bei der ersten Ausgabe des Drumcode Festivals und wussten, was uns erwartet. Das industrielle Flair des Hafens und der NDSM-Werft schaffen definitiv ein einzigartiges Rave-Ambiente, dass mit dem Wasser, vorbeifahrenden Schiffen und einer Menge Container, die dekorativ und bedacht platziert wurden, nirgendwo sonst zu finden ist. Zudem gibt es dort zahlreiche Wandmalereien, Graffitis, einen überdimensionalen aus Container gebauten Drumcode-Bogen, ausreichend Sitzmöglichkeiten und sogar Tribünen. Das großartige Wetter hat dem ganzen noch die Krone aufgesetzt. Wer eine Tasche oder Jacke dabei hatte konnte ganz einfach einen Locker mit Zahlencode buchen. Easy going.

 

Die Bühnen
Insgesamt gab es vier Bühnen auf dem Gelände. Drei davon Open Air, eine als Zelt. Jede der Stages hatte ein eigenes Design-Konzept, hinter dem wirklich viel Liebe zum Detail steckte. Besonders überzeugt waren wir außerdem von der sogenannten Orange Stage, die sich fast schon versteckt am hinteren Ende des Geländes befand und mit Kies ausgelegt war. Allein der Weg dorthin zwischen gestapelten Schiffscontainer und der darauffolgende Blick aufs Wasser waren ein Highlight. Zudem muss man einfach sagen, dass die Soundqualität und Laustärke jeder Stage einfach perfekt waren. Selbst am äußersten Rand einer Bühne war es möglich ausgelassen zu raven. So sollte es auf jedem Festival sein. Als es dunkel wurde kam auf der Red Stage außerdem der Light-Jockey so richtig zum Einsatz. Wir sind noch jetzt von der Laser-Show beeindruckt und bekommen Gänsehaut, wenn wir uns die Videos anschauen. Zu sehen übrigens auf unserem Instagram-Account.

Das Programm
Dazu muss man eigentlich nicht viel sagen außer: Wow! Über 40 DJs versorgten die Raver mit grandiosem Techno-Sound. Mit dabei Labelhead Adam Beyer, seine Frau Ida Engberg, Pan-Pot, Charlotte de Witte, Amelie Lens, Alan Fitzpatrick, Enrico Sangiuliano, Reinier Zonneveld, ANNA, Bart Skils, Ilario Alicante, Dubfire, Nicole Moudaber, Sam Paganini und viele mehr. Das Line-Up könnte nicht viel besser sein. Das bestätigte sich auch darin, dass wir von keinem einzigen Künstler enttäuscht wurden oder auch ein einziges Mal die Stage wechseln wollten, weil uns der Sound nicht gefällt. Das sagt eigentlich alles. Einen negativen Punkt müssen wir hier allerdings ansprechen. Gegen späten Nachmittag bekam die Orange Stage massive technische Probleme, weshalb Reinier Zonneveld nicht mehr auftrat. Scheinbar gab es keine Lösung, denn die komplette Stage wurde daraufhin geschlossen. Leider wurde man darüber erst am nächsten Tag informiert, was bei vielen für Unverständnis und Wut sorgte. Reinier Zonneveld ist für viele nunmal ein Highlight. Wirklich schade.

 

Getränke und Essen
Um sich Getränke, Essen und Merchandise zu kaufen mussten sich die Festivalgäste vorerst Tokens, also Wertmarken umtauschen lassen. Eine dieser Wertmarken aus Plastik lag dabei bei drei Euro. Absoluter Pluspunkt: Es gab ein großes Angebot an Ständen, die von ausgefallenem Streetfood bis hin zu einer normalen Pommes alles anboten. Hier konnte wirklich jeder glücklich werden. Außerdem konnte man sich für umgerechnet drei Euro Wassereis kaufen, das bei den Temperaturen für eine passende Abkühlung sorgte. Ein Bier gab es für umgerechnet drei Euro, einen Gin-Tonic aus der Dose für sage und schreibe neun Euro. Eine Cola oder Fanta mit 330 ml kostete ebenfalls drei Euro. Über die Preise kann man streiten. Wir haben allerdings schon Schlimmeres erlebt.

Sanitäranlagen
Auch hier müssen wir großes Lob aussprechen. Auf dem Drumcode Festival gibt es keine Dixi-Toiletten, sondern Toilettenwagen mit Waschbecken. Zudem in ausreichender Anzahl, sodass man nie länger als fünf Minuten anstehen muss. Ein großer Pluspunkt waren außerdem Wasserstationen, an dem man seine Flaschen auffüllen konnte. Bei den Temperaturen auch ein absolutes Muss. Wir waren damit sehr glücklich.

 

Fazit
Das Drumcode Festival 2019 hat sich definitiv selbst übertroffen. Wir hatten eine Menge Spaß und müssen für diese beinahe reibungslose Organisation einfach mal ein Lob aussprechen. Wer auf Festivals allerdings gerne auch andere elektronische Musikgenre hört, sollte sich das zwei Mal überlegen, denn hier wird ausschließlich Techno gespielt. Für uns dennoch das beste Festival auf dem wir jemals waren. Wir kommen nächstes Jahr definitiv wieder.

 

 

 

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