Der richtige Duft für Männer und Frauen: Wissenswertes über Parfums


Es gibt viele Möglichkeiten, die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen und sich auszudrücken. Dazu zählt der individuelle Kleidungsstil ebenso wie Tattoos und Piercings, aber auch der gewählte Duft, der maßgeblich zu einem optimalen Gesamteindruck beitragen kann. Parfums gibt es viele auf dem Markt, und wer wissen will, welche Marke und welcher Duft wirklich zu ihm passt, kommt nicht umhin, sich durchzuprobieren – allerdings gibt es in diesem Zusammenhang einige wissenswerte Punkte, die die Suche nach dem geeigneten Parfum vereinfachen.

Parfums sind fast so alt wie die Menschheit selbst

Die Geschichte des Parfums begann vor etwa 6000 Jahren, als die Menschen anfingen, sich die angenehmen Düfte der Natur anzueignen und als duftendes Accessoire zu verwenden. Das Wort „Parfum“ kommt vom Lateinischen „per fumum“, was übersetzt etwa so viel wie „durch Rauch“ bedeutet. Als eigentliche Erfinder des Parfums gelten aber die Ägypter, die etwa 3000 vor Christus Düfte beim Einbalsamieren ihrer Toten einsetzten. Es dauerte danach noch eine ganze Weile, bis das Parfum nach Europa kam. Verantwortlich dafür waren die Seefahrer, die nicht nur bis dahin unbekannte Rohstoffe wie Gewürze, Hölzer und Blumen mitbrachten, sondern auch die Idee, diese zu Duftzwecken für den menschlichen Körper zu benutzen.

Ab dem 14. Jahrhundert gibt es erste Aufzeichnungen, die die Herstellung von Parfum auch in Europa dokumentieren. Zum Luxusgut, das vornehmlich aus synthetischen Inhaltsstoffen besteht, wurde das Parfum im 19. Jahrhundert. Durch die zunehmen Massenproduktion sanken die Preise aber schnell wieder, und die unterschiedlichen Düfte wurden für die breite Masse erschwinglich und zu einem Accessoire, das seitdem weder aus der Damen-, noch in der Herrenwelt wegzudenken ist.

Die Qual der Wahl: Welcher Duft ist der Richtige?

Auf der Suche nach dem passenden Parfum für Damen oder Herren sehen sich Interessenten mit einer umfangreichen Auswahl an Düften konfrontiert. In Parfumgeschäften oder Drogerien gibt es die Möglichkeit, das ausgewählte Parfum zu testen. Allerdings sollte es niemals direkt nach dem ersten Aufsprühen erworben werden, denn der Duft verändert sich im Laufe der Zeit teils drastisch. Verantwortlich dafür sind die drei Noten, die sich erst nach und nach Entfalten: Experten sprechen hier von der Duftpyramide. Als Erstes kommt die Kopfnote des Parfums zur Geltung. Diese präsentiert sich fruchtig und würzig und bleibt meist nicht länger als 10 oder 15 Minuten erhalten.

Danach kommt die Herznote zum Vorschein. Hier stehen blumige Düfte wie Jasmin oder Vanille im Vordergrund. Die Herznote entscheidet maßgeblich über die Essenz des Duftes. Sie kann bis zu einer oder mehrerer Stunden präsent bleiben, bis sie schließlich der Basisnote weicht. Schwere und kräftige Noten wie Hölzer oder Gewürze bilden die Basis eines jeden Parfums. Die Basisnote lässt sich bis zu 24 Stunden feststellen; erst dann verschwindet der Duft langsam, bis er nicht mehr wahrnehmbar ist.

Achtung: Parfums riechen bei jedem Menschen anders

Wer an einem Freund, einem Kollegen oder einem Familienmitglied ein tolles Parfum riecht, sollte dieses auf keinen Fall blind kaufen, ohne es vorab ausprobiert zu haben. Bei jedem Menschen fällt jeder Duft anders aus – das liegt an Faktoren wie dem Alter, der Hautbeschaffenheit oder den Hormonen. Nur das Ausprobieren auf der eigenen Haut gibt Auskunft darüber, ob das Parfum der Wahl wirklich passt.