Zwei Dinge, die mich am Turbo-Label höchst verwundern: Erstens – Das Label ist trotz seiner bisher 37 Veröffentlichungen komplett an mir vorbei gegangen. Und zweitens – Labelowner sind Mark Dillon und Tiga, von denen ja insbesondere Letzterer sich zunehmend dem Weichspüler-Sound widmet. Doch weit gefehlt! “Airbus Baby” des mysteriösen Producers d.i.m. ist eine derbe sägende, Distortion-berauschte und ungemein kaputte Platte, dass meine von charakterlosen Tropfstein-Platten geschundene Ohren laut “Heureka!” herausjubeln würden, wenn sie denn könnten. Tiga gibt in der Presseinfo dazu übrigens bekannt: “Sven Väth BEGGED me for a copy, but I said no… not YET Sven, these radioactive rhythms are still too “unstable” my brother, this dancefloor-dioxyn needs time to settle.” Was bleibt einem da noch anderes übrig, als angesichts eines solch selbstbewussten Paketes die Höchstwertung zu vergeben. (6/6) Sanomat