
Nach einer langen Techno-Nacht sollte eigentlich nur noch die Heimfahrt anstehen. Oder aber die Afterhour. Doch für fünf junge Erwachsene aus Österreich endete der Ausflug am Sonntagmorgen auf der A8 bei Anger mit einer Polizeikontrolle. Die Grenzpolizei Piding hatte offenbar den richtigen Riecher – und entdeckte bei den Feiernden gleich mehrere Betäubungsmittel. Die fünf Insassen des österreichisch zugelassenen Autos waren zwischen 17 und 19 Jahre alt und kamen nach eigenen Angaben direkt von einer Techno-Veranstaltung. Zwei von ihnen hatten dort sogar als DJs aufgelegt. Doch während die Musik inzwischen verstummt war, schien die Wirkung anderer Substanzen noch anzuhalten.
Eine Zivilstreife der Grenzpolizei stoppte den Wagen am frühen Sonntagmorgen im Bereich der Anschlussstelle Anger. Bei der Kontrolle bemerkten die Beamten, dass offenbar alle fünf Insassen unter dem Einfluss berauschender Substanzen standen. Damit war die geplante Heimfahrt erst einmal beendet und eine genauere Durchsuchung angesagt.
Kokain am Steuer, Ketamin auf dem Beifahrersitz
Die Kontrolle brachte schließlich auch konkrete Funde ans Licht. Beim Fahrer entdeckten die Beamten eine geringe Menge Kokain. Nach Angaben der Polizei hatte der junge Mann die Droge bereits vor Fahrtantritt konsumiert. Damit war aus der Heimfahrt nicht nur eine riskante Angelegenheit, sondern auch ein Fall für die Ermittler geworden. Doch auch der Beifahrer hatte offenbar noch etwas von der Partynacht im Gepäck. Bei ihm fanden die Schleierfahnder eine geringe Menge Ketamin sowie Haschischpaste. Die Drogen wurden sichergestellt.
Für den Fahrer ordneten die Beamten eine Blutentnahme an, um den möglichen Drogeneinfluss während der Fahrt genauer festzustellen. Gegen ihn und den Beifahrer wurden Straf- beziehungsweise Bußgeldverfahren eingeleitet – wegen des illegalen Drogenbesitzes und des Fahrens unter Drogeneinflusses.
Nach dem letzten Beat kam die Kontrolle
Ob die drei übrigen Mitfahrer ebenfalls rechtliche Konsequenzen zu erwarten haben, ist bislang nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass die musikalische Nacht für die Gruppe einen deutlich weniger entspannten Abschluss nahm als geplant. Zwei DJs, fünf junge Erwachsene und eine Autobahnfahrt, bei der offenbar niemand mehr ganz nüchtern war. Die Grenzpolizei sorgte schließlich dafür, dass zumindest die Weiterfahrt nicht fortgesetzt wurde.
Quelle: mangfall24.de
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