Mann wirft bei Fluchtversuch 40.000 Euro aus dem Fenster – Polizei findet Drogenlager

Drogen
Foto: Kapo Zürich

Manche Menschen werfen Geld zum Fenster hinaus. Den Spruch hat wohl jeder schon mal zu hören bekommen, der nicht gut mit Geld umgehen kann. Andere tun es offenbar im wahrsten Sinne des Wortes, weil sie vor der Polizei flüchten. In Dällikon im Kanton Zürich hat ein 33-jähriger Schweizer tatsächlich während einer Fluchtfahrt mehr als 40.000 Euro aus dem Auto geworfen. Geholfen hat es ihm allerdings wenig. Denn die Polizei nahm ihn trotzdem fest und entdeckte anschließend ein umfangreiches Drogenlager. Ausgangspunkt des ungewöhnlichen Einsatzes war ein verdächtiges Treffen zweier Männer am frühen Donnerstagnachmittag. Fahnder der Kantonspolizei Zürich beobachteten die Begegnung und wollten die Beteiligten anschließend kontrollieren. Bei einem 48-jährigen Serben wurden dabei rund zwei Kilogramm Kokain gefunden.

Der zweite Mann hatte offenbar weniger Lust auf eine Kontrolle. Statt anzuhalten, ergriff der 33-jährige Schweizer mit seinem Auto die Flucht. Während der Fahrt versuchte er offenbar, belastendes Material loszuwerden – und warf kurzerhand mehr als 40.000 Euro sowie ein Mobiltelefon aus dem Fenster. Eine durchaus kostspielige Art, sich der Polizei zu entziehen. Nur leider ohne den gewünschten Erfolg. Die Beamten konnten den Mann wenig später festnehmen.

Vom Geldregen zum Drogenfund

Doch damit war der Einsatz längst nicht beendet. Im Anschluss durchsuchte die Polizei mehrere Gebäude und stieß dabei auf ein Drogenlager, das es in sich hatte. Insgesamt wurden unter anderem rund zwölf Kilogramm Kokain und 34 Kilogramm Amphetamin sichergestellt. Hinzu kamen mehrere Kilogramm Ketamin, Methamphetamin und Cannabis sowie Tausende Ecstasy-Tabletten und rezeptpflichtige Medikamente. Auch finanziell gab es einiges zu beschlagnahmen. Bei den beiden Männern stellte die Polizei insgesamt rund 30.000 Schweizer Franken und 57.000 Euro sicher. Das zuvor aus dem Fenster geworfene Geld war also offenbar nur ein Teil der Bargeldbestände.

Was als verdächtiges Treffen begann, entwickelte sich damit zu einem umfangreichen Drogenfund. Der Fluchtversuch dürfte die Situation für den 33-Jährigen jedenfalls nicht verbessert haben. Statt das Geld einfach loszuwerden, hatte er nun zusätzlich die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen. Beide Männer wurden wegen des Verdachts auf Betäubungsmittelhandel der Zürcher Staatsanwaltschaft zugeführt. Diese beantragte für beide Untersuchungshaft. Ob und in welchem Umfang sie tatsächlich für das Drogenlager verantwortlich sind, müssen die weiteren Ermittlungen und das Verfahren zeigen. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: blick.ch

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