Extrawelt sind ja eine Kapelle, die ähnlich wie Minilogue den Absprung von der etwas stehengebliebenen Trance- in die grundsolide Technowelt geschafft haben und seit ihren ersten Veröffentlichungen auf Cocoon oder auch Border Community höchstes Ansehen genießen. Dabei machen die beiden Jungs gar nicht so viel anders als vorher auch schon, das Tempo wurde insgesamt etwas gedrosselt, die Melodien freundlicher und das Arrangement etwas entschlackt, doch insbesondere der HiHat-Programmierung merkt man Raabe und Schaffhausen an, dass sie sich alles in allem doch treu geblieben sind und nicht plötzlich auf die Minimal-Schiene aufspringen, weil es gerade so angesagt ist. Von den zwei Nummern “Schmedding” und “8000” kann insbesondere letzterer sehr gefallen, dieser bleibt zwar ziemlich gradlinig, nimmt sich aber ausgiebig Zeit für seine einschmeichelnde Melodie, die so manchen in diesen kalten Wintermonaten warm halten mag. Schön im Quadrat. 5/6 Sanomat