Mit “Fast & Furious: Hobbs & Shaw” ist ein weiterer Ableger der erfolgreichen Filmserie am 1. August in den deutschen Kinos gestartet. Wie den Produktionen davor, scheint auch dem neuesten Film der Erfolg sicher zu sein. Dabei ist “Fast & Furious: Hobbs & Shaw” selbst für leidenschaftliche Fans der Filme eine Überraschung.

Die Begeisterung, die von den “Fast & Furious”-Filmen ausgeht, liegt allen voran in den Stunts begründet, mit denen die Filmhelden die Technik an ihre Grenze bringen. Vor allem Fahrzeugprofis, wie beispielsweise von caroobi, wissen um die Faszination der Manöver, die in den den “Fast & Furious”-Filmen immer wieder aufs Neue die begeisterten Autofans in die Säle lockt: „Würden Filmfans diese waghalsigen Fahrmanöver, die im Film gezeigt werden, selbst machen, wäre ein Getriebeschaden wahrscheinlich.“ Es sind aber auch die Geschichten, die die Familie als Hauptakteur in den Fokus rücken, die den Erfolg prägen.

Seit dem ersten „Fast & Furious“-Film haben die insgesamt acht Streifen bereits fünf Milliarden US-Dollar einspielen können, weitere werden folgen. Schon kurze Zeit nach dem Start von “Fast & Furious: Hobbs & Shaw” stand fest, dass es einen neunten Teil geben wird. Im neuesten Ableger werden die Hauptrollen durch Dwayne Johnson und Jason Statham besetzt. Beide prägen eine Geschichte, die für Fast & Furious außergewöhnlich ist. Zwar fehlen auch hier die imposanten Fahrmanöver der Hauptakteure nicht, doch der Fokus liegt auf dem Zickenkrieg, den sich die beiden Agenten in mehreren Akten liefern.

Rivalen treffen aufeinander

In “Fast & Furious: Hobbs & Shaw” müssen Luke Hobbs, der als Secret-Service-Agent arbeitet und Deckard Shaw, ein ehemaliger Elitesoldat, eng zusammenarbeiten. Obwohl Beide wahre Rivalen sind, können sie nur gemeinsam einen Virus unschädlich machen, den Hatti, die Schwester von Shaw, als Wirtin in sich trägt. Während der Bekämpfung des tödlichen Virus treffen sie unter anderem auf Brixton Lore. Der von Idris Elba gespielte Terrorist wurde erfolgreich zum Cyborg umgebaut.

Doch schon in den ersten Minuten des aktuellen Films wird deutlich, dass es dem Produzenten weniger um exzellente Schauspielkunst, als vielmehr um Muskelkraft und Explosionen geht. Immer wieder rücken daher auch die Streitereien zwischen Hobbs und Shaw in den Mittelpunkt der Szenen. Doch auch beim Blick auf die Fahrzeuge hebt sich der aktuelle Ableger der erfolgreichen Kinoserie deutlich von den anderen Filmen ab. Während die bisherigen “Fast & Furious”-Filme mit den legendären Autorennen schon beinahe in die Kinogeschichte eingingen, sieht es bei “Fast & Furious: Hobbs & Shaw” anders aus. Getunte Fahrzeuge sucht der begeisterte Filmfan hier vergebens. Stattdessen zeigen die Filmproduzenten immer wieder Luxuskarossen, deren Einbindung in den Film schon beinahe an Produktwerbung erinnert.

Fast & Furious: Hobbs & Shaw fehlt die Familiengeschichte

Viele Fans der “Fast & Furious”-Filme haben vor allem Gefallen an der Mischung der Geschichten gefunden. Ein zentrales Element nahmen daher auch immer die Familien der Hauptakteure ein. Bei “Fast & Furious: Hobbs & Shaw” ist das anders. Die Familie der beiden Hauptfiguren rückt überraschend stark in den Hintergrund. So fallen die Dialoge, die Hobbs gemeinsam mit seiner Tochter führt, eher belanglos aus und fallen durch Oberflächlichkeit auf. Damit hat die “Fast & Furious”-Serie nach dem Tod von Hauptdarsteller Paul Walker im Jahr 2013 endgültig eines der wichtigsten Kernelemente verloren. Selbst eingefleischte Fans der Filmreihe, die immer wieder mit grandioser Filmmusik aufwartete, dürften demnach mit Fast & Furious: Hobbs & Shaw einen Ableger geliefert bekommen, den sie so sicherlich nicht erwartet haben.