Nachdem der erste Part von „Flamagra“ vor geraumer Zeit bereits mit einer kaum zu überbietenden Gästeklientel aufwarten (u.a. George Clinton, Thundercat, Solange, Anderson Paak oder Little Dragon) und höchste Meriten einstreichen konnte, highlightet Stephen Ellison auf den Instrumentals u.a. mit Herbie Hancock, Robert Glas- per und Justin Brown anstelle der Sänger nun die Instrumentalisten. Brillant, gekonnt verschmelzen elektronische Instrumente mit jazzigen Kompositionen, in denen immer eine soulige Note mitschwingt („Heroes In A Half Shell“) oder ein funky Flow entsteht („Burning Down The House“, „Pilgrim Side Eye“). Spannend klingt immer wieder seine experimentelle Seite („Yellow Belly“), die mit unterschiedlichen Instrumenten spielt und diese verblüffend konnotiert. Im zweiten Teil verwässern ein paar seichte Passagen den Eindruck jedoch nur unwesentlich („Debbie Is Depressed“, „Find Your Own Way Home“), um so gleich mit warmen Streichern und ungeraden Beats wieder den Weg zurück zum Top-Niveau zu finden („The Climb“). Ein bemerkenswertes Album und eine gekonnte Alternative zum Vocalalbum. 9/10 Cars10.Becker