
Im Zusammenhang mit dem Fusion Festival in Lärz ist eine 31-jährige Frau verstorben, die während der Veranstaltung in kritischem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert worden war. Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, die Staatsanwaltschaft Schwerin ist eingeschaltet.
Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich die Festivalbesucherin bereits zu Beginn der Veranstaltung in einer lebensbedrohlichen Verfassung. Sie wurde umgehend in eine Klinik gebracht. Dort verstarb sie Ende vergangener Woche. Hinweise deuten darauf hin, dass zuvor Drogen konsumiert wurden. Ob dies ursächlich für den Tod der Frau war, ist bislang unklar. Ein toxikologisches Gutachten soll nun Aufschluss geben, Ergebnisse werden in zwei bis drei Wochen erwartet.
Parallel zu dem Todesfall wurden auf dem Festivalgelände im Rahmen eines mobilen Drug-Checking-Angebots der Rostocker Universitätsmedizin insgesamt 752 Proben analysiert. Dabei entdeckten die Fachleute 20 Ecstasy-Tabletten mit potenziell tödlich hoher Wirkstoffkonzentration. Die betroffenen Substanzen konnten identifiziert und vom Konsum ausgeschlossen werden.
Die Ermittlungen zum Tod der Frau dauern an. Weitere Informationen zur Herkunft der konsumierten Stoffe oder zu möglichen Strafverfahren liegen derzeit nicht vor.
Insgesamt sei die diesjährige Fusion – das größte und relevanteste Festival für alternative und elektronische Musik in Deutschland – laut Polizeiangaben störungsfrei verlaufen. Einige wenige nennenswerte Vorfälle gab es aber dennoch.
Quelle: NDR
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