
Ein Gericht in Kairo hat die ägyptische Fernsehmoderatorin und Influencerin Sarah Khalifa zum Tod durch Erhängen verurteilt.
Die 39-Jährige soll gemeinsam mit 20 weiteren Verurteilten, darunter ihrem Bruder, in großem Stil Rauschgifte hergestellt und verkauft haben. Khalifa, die auf Instagram mehr als 2,5 Millionen Follower hat, beteuerte mehreren Medienberichten zufolge ihre Unschuld.
Die Festnahme der bekannten Influencerin erfolgte im April 2025. Zuvor betrieb sie eine Praxis für kosmetische Eingriffe und arbeitete als Veranstaltungsplanerin. Nach Angaben der regierungsnahen Zeitung Al-Ahram wurden in zwei Wohnungen, die als Rauschgiftlabore genutzt worden sein sollen, mehr als 750 Kilogramm Betäubungsmittel beschlagnahmt.
Zudem seien dort Materialien zur Herstellung synthetischer Drogen gefunden worden. Bei den Durchsuchungen wurden der Zeitung zufolge außerdem nicht registrierte Schusswaffen sichergestellt.
Khalifa wurde neben dem Vorwurf der Beteiligung am Drogenring auch wegen eines Angriffs auf ihren jungen Fahrer verurteilt. Dafür erhielt sie zusätzlich eine Haftstrafe von drei Jahren. Das Todesurteil erging, nachdem das Gericht den Großmufti Ägyptens um eine religiöse Einschätzung gebeten hatte.
Eine solche Befassung ist in Fällen vorgeschrieben, in denen die Todesstrafe droht. Über das endgültige Urteil entscheidet anschließend das Gericht. Todesurteile werden in Ägypten regelmäßig verhängt.
Nach Angaben von Amnesty International wurden dort im Jahr 2025 insgesamt 492 Todesurteile ausgesprochen. In 23 Fällen wurde die Todesstrafe im selben Jahr auch vollstreckt. Khalifa war vor ihrer Verhaftung ein bekanntes Gesicht in Ägypten.
Neben ihrer Tätigkeit als Moderatorin und Influencerin war sie im Bereich kosmetischer Eingriffe tätig und arbeitete als Veranstaltungsplanerin. Auf Instagram erreichte sie mit ihren Beiträgen ein Millionenpublikum.
Welche konkreten Substanzen beschlagnahmt wurden oder wann die mutmaßlichen Straftaten begangen worden sein sollen ist nicht bekannt. Auch zum weiteren rechtlichen Verlauf nach dem nun ausgesprochenen Todesurteil wurden keine Angaben gemacht.
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Quelle: Frankfurter Allgemeine
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