Illegaler Boots-Rave: Veranstalter forderten Löschen der Corona-Warn-App / Bild von Åsa Cunniff auf Pixabay


Schon wieder ein Bericht über einen Vorfall bei einem illegalen Rave? So langsam wird das doch auch langweilig, könnte man meinen. Doch irgendwie schaffen es die Menschen, sich immer wieder neue bescheuerte Dinge auszudenken, die bei uns nur gewaltiges Kopfschütteln auslösen. Ein Paradebeispiel liefert uns nun eine illegale Bootsparty in – Achtung, Überraschung – Großbritannien, dessen Veranstalter den sprichwörtlichen Vogel mit ihren Party-Regularien mit voller Wucht abgeschossen haben.

Neben nicht unüblichen Regeln wie Kamera- und Drogen-Verbot (gemeint ist wohl eher: sich nicht beim Konsum erwischen zu lassen) befand sich unter den Vorgaben, die via WhatsApp kommuniziert wurden, auch ein Stichpunkt, der schätzungsweise für eine ganze Reihe an hochgezogenen Augenbrauen sorgte. Von den Teilnehmern der Party wurde nämlich gefordert, die Corona-Warn-App des britischen Gesundheitssystems zur Rückverfolgung eines möglichen Infektionsgeschehens vom Handy zu löschen. Anderenfalls würde man “gewaltigen Ärger” mit den Organisatoren bekommen und von der Party verwiesen werden. In Anbetracht von sowieso nicht eingehaltenen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen (siehe Fotos und Videos im Bericht vom Mirror), ist diese zugegebenermaßen völlig hirnrissige und grob fahrlässige Vorschrift natürlich noch einmal besonders pikant.

Großbritannien hat aktuell mit enorm steigenden Corona-Neuinfektionen zu kämpfen. Die Regierung hat deshalb besonders strenge Maßnahmen ins Leben gerufen, die das Party- und Nachtleben nahezu komplett einschränken. Die Zahl illegaler Raves nimmt folgerichtig stetig zu, was der Polizei und Regierung ein gewaltiger Dorn im Auge ist. Trotz exorbitant hoher Strafen lassen sich viele Leute jedoch nicht davon abhalten, zu feiern.

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Quelle: Mirror