By Rex Needle


Die Briten wissen zu feiern. Das kann jeder bestätigen, der schon zusammen mit den Inselbewohnern auf einem Festival (Schrägstrich) Rave gewesen ist. Als bestes Beispiel fällt mir hierzu das Snowbombing-Festival in Mayrhofen ein. Da liegen die englischen Freunde schon morgens um 10:00 betrunken im Bordstein, quälen sich auf den Berg, überschlagen sich auf der Piste und bestellen dann grinsend ein Bier.
Nicht ganz so amüsant endete am Pfingstwochenende ein illegaler Rave im Osten Englands in der Grafschaft Lincolnshire in der Nähe der Stadt Bourne.

Als ein Polizeikommando eine illegale Party – das 2015er UK Tek-Gathering – schließen wollte, eskalierte die Situation in Twyford Woods, in der Nähe von Bourne.
Mehrere Tausend Gäste, die meisten wurden durch Youtube auf diese Party aufmerksam gemacht, feierten zu lauter Musik, was einige Nachbarn veranlasste, sich gestört zu fühlen und die Polizei zu verständigen. Da diese sehr schnell feststellte, dass es sich hierbei um ein illegales Zusammentreffen handelte, versuchte sie, die Veranstaltung aufzulösen. Das wiederum fandenviele Feiernde eher ’semi‘, weswegen sie die Polizei wütend attackierten. Das Ergebnis liest sich wie das Drehbuch eines Mad Max-Sequels. Von 1.000 Personen wurden die Personalien festgestellt, gegen 200 wurde Anklage gestellt, 43 wurden gleich vor Ort verhaftet und 21 Polizisten wurden – zum Teil – schwer verletzt.
Ach ja, ein Polizeibus wurde umgeworfen.

Die Veranstaltung von illegalen Raves – sogenannten Gatherings – hat in England eine lange Tradition. Das UK Tek-Festival beispielsweise wurde schon in den Jahren 2008 und 2010 frühzeitig beendet. Im Laufe der 1990er Jahre etablierte sich für unangemeldete oder illegale Veranstaltungen innerhalb der alternativen Freetekno-Szene der Begriff Teknival.

Wie die Polizei vorgegangen ist, seht ihr hier in diesem Youtube-Video.

 

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