Wir lieben den Track seit 1997 – „Sixth Sense“ von Josh Wink. Im Soundstil des rauen Technos der 90er und einem Touch Acids lebt dieser Hit von seinen lasziven Frauenvocals, die aus Ursula Ruckers Kehle kamen.

„You know what gravity is, right? That force that keeps our two feet, face, back, ass, ears, knees on the ground.“ Halb gesungen, halb gesprochen hypnotisieren die Vocal-Lines jedes Mal aufs Neue, wenn sie über dem trockenen Bassbett schweben. Das Gravitationsgesetz kann mit solchen Techno-Hits eben auch mal ganz schnell aufgelöst werden.

Eigentlich ist es immer etwas riskant, wenn ein Klassiker neu geremixt – oft kann der Remix dem Original nicht das Wasser reichen. Doch Shlomi Aber, Labelchef von Be As One und die New Yorker House-Legende „Little“ Louie Vega gelingen kontrastreiche Neu-Interpretationen, die dabei nicht das Mystische der originalen Soundsprache Winks verlieren. Von einer etwas groovigeren Version Vegas, einer rein instrumentalen Variante, die den Gesang auslässt, bis hin zu einer eher dubbigen Techno- Bearbeitung Shlomis beweisen beide ihr Remix-Handwerk. Die Veröffentlichung der „Sixth Sense“-Palette am 9. August ist Teil einer Reihe von Releases zum 25-jährigen Jubiläum von Winks Label Ovum Recordings.

Mit seinem Hit 1995 „Higher State of Consciousness“ gelangt Josh Wink damals der Durchbruch. Nun hat er sich zu einen der einflussreichsten Künstler der elektronischen Musikszene entwickelt. Er bespielt unter anderem die Floors von Tomorrowland, dem Final Chapter von Carl Cox oder dem BPM Festival.

Wir dürfen uns übrigens bis zum Ende des Jahres auf weitere solcher Veröffentlichungen zum 25-jährigen Ovum-Jubiläum freuen. Wird spannend, was da noch so kommt.

 

 

Foto: FB Josh Wink