Blasmusik_DruckMicaela Schäfer, Harthouse, Sven Väth und Kevin Saunderson in einer News! Alle Hater: Bitte skippen Sie! Für alle, die Satire nicht verstehen, bitte auch zu SPON wechseln. Denn der nun folgende Redaktionsblog ist nichts für Feingeister und Zartbesaitete.


Euer Lieblingshassobjekt David Guetta hat eine neue Single veröffentlicht: „Dangerous“. Und gefährlich gut klingt das Remix-Aufgebot. Denn neben dem neuen Deutschen Hit-Lieferanten Nummer 1 Robin Schulz hat auch die Detroit Legende Kevin ‚Master Reese‘ Saunderson einen Remix angefertigt. Der ‚Deep Detroit Dub Mix‘ verfremdet zwar die Vocals von Sam Martin und die gewohnt simple Melodie von David Guetta, aber dennoch ist das Ganze als Guetta-Track zu erkennen. Jetzt ist es so, dass das Mitglied der Belleville Three (zusammen mit Derrick May und Juan Atkins) schon immer weltoffener als seine beiden Mitstreiter gewesen ist. Als bestes Beispiel dürfte sein erfolgreiches Inner City-Projekt gelten, das mit „Big Fun“ und „Good Life“ zwei Welthits verzeichnen konnte. Dennoch ist der Schritt, den vielleicht erfolgreichsten Pop-Act der Welt zu remixen, etwas überraschend. So können aber jedenfalls viele DJs, die im Club gefragt werden: „Was spielste da grad“, für erstaunte Blicke bei der Antwort sorgen, wenn sie entgegnen „David Guetta, was sonst“. Neben eingangs erwähntem Robin Schulz hat auch Steve Aoki einen Remix angefertigt, der den Begriff Kirmes neu definiert. Nach 30 Sekunden ist man taub. Respekt.

Ebenso schnell verzückt oder verrückt ist man nach dem ‚Genuss‘ der neuen Produktion von Marcus Finger & Jürgen Kadel „Blasmusik“. Die beiden humorvollen Produzenten, die immerhin 1996 auf Sven Väths Label Harthouse unter ihrem Projekt Hacienda das großartige Album „Sunday Afternoon“ releast haben, sind aktuell für ihren prollig-ironisch-versauten F&K-Bigroom-Sound bekannt, der unter anderem für solche Glanzlichter wie „Die mit dem roten Halsband“ sorgte. Sie sind eine Mischung aus Mickie Krause und The Disco Boys. Heute erreichte mich via DJ Propaganda ihre neueste Produktion; eine Kollabo mit Micaela Schäfer. Das Ganze dürfte auf Volksfesten, in Großraumclubs um 3:00 Uhr und auf Mallorca ein Riesenhit werden. Ich habe nur Angst, dass der Song auch in den deutschen Charts landet. Hier der Text zum Song „Blasmusik“:

Ich find’s voll geil zu blasen.
Ich tue es gern und oft.
Mit meinen prallen Lippen blase ich hart und auch mal soft.
Magst Du es wie ich blase,
dann geh ich auf die Knie und blas dir voller Lust diese kleine Melodie.

Saxophon-Dingsda-Hook ohne Sinn
Ich liebe es zu blasen auf jedem Instrument
ob groß, ob klein ob dick ob dünn, ich blas ganz ungehemmt.
Oh wie ich sehe, hast du hast deine Flöte mitgebracht,
hol sie raus, ich sage dir, dann blas ich sie die ganze Nacht.

Saxophon-Dingsda-Hook ohne Sinn
Na ja, zumindest auf das Video darf man sich eventuell freuen. Wenn es denn eine FSK 18-Version gibt.
Meine Idee sieht folgendermaßen aus:
David Guetta fährt auf einem rosafarbenen Hummer durch Miami, sammelt Steve Aoki an einem China-Imbiss ein und Micaela Schäfer am Bordstein. Micaela Schäfer bläst Steve Aoki (die Torte ins Gesicht), während Kevin Saunderson zusammen mit Robin Schulz, der verschämt unter seinen allgegenwärtigen Sonnenbrille hervorguckt, und Finger & Kadel Straßenmusikanten, die irgendwie Ähnlichkeit mit AKA AKA und Thalstrom haben, Konfetti ins Gesicht schießen. Dann kommt noch Cathy Guetta vorbei und wedelt mit Tausenden Dollar-Scheinen und geht mit Donatella Versace zum Schönheits-Doc. Nachher gibt es eine große Orgie mit allem, was RTL 2 so gut findet.

Das wäre doch mal was. Aber ich wette, die hören nicht auf mich.

Genießt euer Wochenende und lacht ein wenig mit
Bringmann & Kopetzkis Wild Life