Am Alexanderplatz: Mann verkaufte Kokain und Ecstasy aus der Kühltasche

Kühltasche mit Drogen
Foto: Polizei

Eine Kühltasche am Fahrrad weckt in der Regel recht harmlose Erwartungen. Vielleicht ein paar Getränke für den Park. Lecker Bierchen. Oder ein sogenanntes Biermischgetränk – in Fachkreisen auch Radler genannt. Vielleicht Proviant für einen Ausflug. Vielleicht sogar ein Eisvorrat für den Notfall. Was die Berliner Polizei bei einer Kontrolle am Alexanderplatz entdeckte, gehörte allerdings in keine dieser Kategorien. Richtig gehört, direkt am Alex.

Die Beamten kontrollierten einen 20-jährigen Mann, bei dem sie zunächst verdächtige Substanzen und eine größere Menge Bargeld fanden. Soweit so unspektakulär für Berliner Verhältnisse. Bereits an diesem Punkt verlief der Tag für den Betroffenen aber nicht mehr so optimal. Doch die eigentliche Überraschung wartete noch am Fahrrad.

Dort hing nämlich eine Kühltasche, die weniger an ein Picknick erinnerte als an ein mobiles Warenlager. In ihrem Inneren fanden die Polizisten unter anderem Kokain und Ecstasy. Statt kalter Getränke gab es also harte Drogen. Dieses Konzept entspricht vermutlich nicht ganz den ursprünglichen Vorstellungen der Kühltaschen-Erfinder.

Besonders unglücklich war folgende Aussage. Der Mann soll laut Polizei eingeräumt haben, noch nicht lange im Drogengeschäft tätig zu sein. Damit war die Karriere als mutmaßlicher Dealer wohl schneller ins Stocken geraten, als sie überhaupt Fahrt aufnehmen konnte. Die Drogen wurden natürlich beschlagnahmt, Ermittlungen eingeleitet und die mobile „Filiale“ leider geschlossen.

Am Ende blieb vor allem die Erkenntnis, dass eine Kühltasche zwar vieles sein kann: Getränkelager, Proviantbox oder Retter an heißen Sommertagen. Als Versteck für Kokain und Ecstasy eignet sie sich dagegen offenbar nur bedingt. Insbesondere dann, wenn die Polizei genauer hinschaut.

Doch das war nicht der einzige kuriose Fang der Beamten an diesem Tag.

Was zunächst wie eine gewöhnliche Auslieferung aussah, entpuppte sich laut Polizei als mutmaßliches Drogengeschäft. Zivilbeamte kontrollierten einen 37-jährigen Lieferservicefahrer auf dem Fahrrad und fanden bei ihm Kokain, Cannabis, Bargeld sowie ein Mobiltelefon. Der mutmaßliche Kunde hatte ebenfalls kein Glück. Er wurde wenig später in der Nähe festgenommen, und auch er hatte Kokain dabei. Selten dürfte eine Lieferung für Verkäufer und Käufer gleichzeitig so unerquicklich geendet haben.

Drogen

Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des 37-jährigen Lieferfahrer machten die Beamten weitere Funde. Dort stellten sie unter anderem Ecstasy, Speed, MDMA, Ketamin sowie zusätzliches Bargeld sicher. Außerdem entdeckten die Polizisten mehrere verbotene Gegenstände, darunter ein Butterflymesser, einen Schlagring und ein Springmesser.

Quelle: bz-berlin.de

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