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Der Londoner Nachklub DSTRKT wird seit einigen Tagen von Rassismusvorwürfen überschattet, nachdem Gäste angeblich wegen ihrer Hautfarbe und ihres Gewichts abgewiesen wurden. Vor dem Klub und im Netz regte sich widerstand. Auch erste Künstler sagen ihre Performance ab.

Als Lin Mei vergangene Woche mit ihren vier Freundinnen den Szeneklub DSTRKT betreten wollten, erlebten sie böses. Zwei von ihnen wurden abgewiesen. Offiziell wegen Überfüllung, allem Anschein nach aber eher wegen ihrer Hautfarbe und ihrem Gewicht. Denn, andere – weiße – Gäste wurden vor ihren Augen reingelassen. Mei, die zuvor vom Promoter persönlich eingeladen wurde, wollte die Situation klären und schrieb dem ihr bekannten Promoter via WhatsApp.

Während des Gesprächs lies der Promoter deutlich zu verstehen, dass das “Schwarze Publikum” das Problem wären und diese auch noch “zu übergewichtig” für die Location waren. Das Gespräch dass entstand, postete sie öffentlichkeitswirksam auf Instagram.

In anderen Gesprächen, die verschiedenen Londoner Presseorganen vorliegen erklärte der Promoter weiterhin, das vor allem dunkelhäutige Frauen extra “hot” sein müssten um Einlass zu bekommen. Bei “weißen Frauen” wäre das schon einfacher. Das, so wörtlich, “hätte aber nichts mit Rassismus zu tun.”

In den nächsten Tagen organisierte Lin einen Protest vor dem Klub, der von zahlreichen Menschen unterstützt wurde. Auch online entstand ein wahrer Shitstorm – alle kritischen Posts inkl. einer Klarstellung des Venues selber wurden mittlerweile Kommentarlos gelöscht. In einem Interview lies Mei wissen, dass nach ihren Posts viele Frauen ihr mitteilten, sie hätten bereits das gleiche Problem gehabt.

Dennoch reißt die Kritik am Klub nicht ab. R&B-Star Omarion, der laut Veranstalter am 2. Oktober dort auftreten sollte, lies via Twitter verlauten, dass er an der Veranstaltung nicht teilnehmen werde. Ebenso wurde eine Petition gestartet, die fordert dem Klub die Lizenz zu entziehen.

Mehr Infos bei BBC.

Photo: Lin Mei

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