Die Loveparade gilt auch heute noch als eines der spektakulärsten Events im Bereich der elektronischen Musik aller Zeiten, wenn nicht als das Spektakulärste. Bis zum Jahre 2006 fand die Loveparade in Berlin statt, anschließend zog sie in den Ruhrpott um, wo sie im Jahre 2010 ein tragisches Ende fand und seitdem nie wieder veranstaltet wurde.

Wie atemberaubend und gigantisch die Loveparade war, beweisen schlichte Zahlen: Zeitweise versammelten sich über eine Million Raver bei der Parade – eine irre Zahl. Konsequenterweise wurde das Mega-Event über die Jahre hinweg umfassend dokumentiert und in Dokumentationen, Reportagen, Filmen und Büchern verewigt.

Mit dem einfachen Titel “Loveparade” erscheint nun ein neuer Bildband vom Fotografen Daniel Biskup, der zum Teil unveröffentlichte Fotografien beinhaltet. Im Vorwort schreibt Dr. Karl Borromäus Murr, Direktor des Staatlichen Textil- und Industriemuseums in Augsburg: “Es ist dieser ästhetische Individualismus einer euphorischen Generation, den Biskups Fotografien eindrucksvoll vor Augen führen.”

Das faszinierende Bildband zeigt mehr als 200 Fotografien, in dessen Fokus meist positive Aspekte wie Frieden und Freiheit rücken, die zum Leitgedanken der Loveparade gehören. Doch Biskup dokumentiert in “Loveparade” auch die vielerorts als negativ wahrgenommenen Faktoren wie wachsender Konsum, Sponsoren, Werbung und Mediatisierung, die letztlich dazu führten, dass die Parade im Jahre 2001 ihren Demonstrationsstatus verlor.

Mit dem Bildband, der am 7. Dezember beim Salz und Silber Verlag erscheint, wird auch ein gemeinnütziger Zweck verfolgt: Ein Euro pro verkauftem Exemplar wandert an #diecoronakuenstlerhilfe, die durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geratene Kreativschaffende unterstützt. Supportet wird die Kampagne unter anderem von Persönlichkeiten wie Klaas Heufer-Umlauf, Miss Allie und Peter Hoffmann.

Vorbestelle könnt ihr “Loveparade” auf der Homepage des Salz und Silber Verlags. Dort erhaltet ihr auch weitere Informationen zu dem Bildband, der 39,00 Euro kosten wird. Er umfasst 240 Seiten und insgesamt 220 Fotografien.

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