lsd musik

LSD und Musik – weshalb werden Tracks vertrippt anders wahr genommen?


Eine neue Studie hat sich unter anderem damit befasst, dass sich anscheinend bedeutungslose Musik bedeutender anhört unter Einfluss von LSD. Die Leiterin der Studie, Katrin Preller, sagt, dass es ein Kernaspekt des menschlichen Selbst ist, dass man persönliche Relevanz alltäglichen Reizen zu ordnet, um unsere Umwelt sinnvoller zu erleben.

Die Forscher scannten die Gehirn-Aktivitäten von drei unterschiedlichen Gruppen von Menschen. Die erste Gruppe bekam LSD verabreicht. Die zweite Gruppe bekam ein LSD-Placebo  und die dritte Gruppe stand wissentlich unter keinerlei psychoaktiven Substanzen. Während die Gehirn-Aktivitäten gescannt wurden, wurden den Testpersonen Lieder vorgespielt mit einer persönlichen Bedeutung. Im Vergleich dazu wurde den Teilnehmern noch ein Jazz-Lied vorgespielt, welches leicht und angenehm beim Hören empfunden wird, jedoch keine tiefere Bedeutung mit sich trägt.

Aus der Studie von Katrin Preller ging hervor, dass die Gruppe, die LSD genommen hatte das Jazz-Lied bedeutender und aussagekräftiger empfindet, als diejenigen die kein LSD oder das Placebo genommen hatten. Weiter wurde dadurch festgestellt, dass mit LSD jedes Thema eine emotionale Bindung bekommt.

Zusammenfassend geht aus der Studie hervor, dass die Wirkung von LSD auf Serotonin-Ebene neue Musik emotionaler auffassen lässt. Auch wenn man mit dem fremden Lied noch keine persönlichen Erinnerungen haben kann, wird diese Musik als bedeutend empfunden und es wird dem auch in gewisser Weise einen Sinn verliehen. Wenn man von der anfänglichen Aussage von Katrin Preller ausgeht, kann man also sagen, dass man die Umwelt mit LSD sinnvoller interpretiert, weil man neutralen Reizen eine persönliche Relevanz zu ordnet, dies zeigte sie an dem Beispiel mit dem Jazz-Lied.

Das könnte dich auch interessieren:
Microdosing – Der Gehirn-Doping Trend aus Kalifornien
Was das Jenke-Experiment verschwiegen hat – Dr. Jungaberle klärt auf
Das ist LSD
Das ist 1P-LSD