
Wie die Nordsee-Zeitung und Nord24 berichten, lebte ein jetzt 51-Jähriger über einen Zeitraum von sieben Jahren obdachlos in Wäldern des Landkreises Cuxhaven, da er einem Drogen-Clan eine größere Menge klaute. Die Wende kam erst durch einen Schlaganfall.
Einem berüchtigten Clan die Drogen zu klauen, sollte man lieber sein lassen. Das musste auch Hartmut M. (Name geändert) feststellen. In einem naiven, verzweifelten Moment bestahl der damals in einer Großstadt lebende Mann den dealenden Familien-Clan und vernichtete die Substanzen – mit verheerenden Folgen.
Der Clan, der den Vorfall schnell bemerkte, drohte dem Dieb und stiftete mehrmals Chaos in dessen Wohnung. Hartmut M. stellte fest: „Irgendwann wurde mir klar, dass ich schnell und unauffindbar verschwinden muss“. Der gebeutelte, der selbst nie härtere Drogen konsumiert hat, musste sein komplettes bisheriges Leben hinter sich lassen – sein Zuhause, seine Familie und Freunde. Nach Reisen durch Teile Frankreichs und Deutschlands tauchte der Bedrohte schließlich in Wäldern im Landkreis Cuxhaven ab – dem größten Landkreis Niedersachsens und einer der größeren Landkreise Deutschlands, in dem ausgeprägte Naturlandschaften auffindbar sind. Als unentdeckter Obdachloser lebte er dort über eine Dauer von sieben Jahren, bis es durch einen Schlaganfall zur Kehrtwende kam. Bis heute lebt Hartmut M. in Angst, auch wenn er nicht mehr obdachlos im Wald „haust“. Das Ganze zählt wohl zu der Kategorie „do not“.
Quellen: Nord24, Nordsee-Zeitung
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