Mittlerweile ist auch das Verständnis für die Verantwortung für die Klimakatastrophe in der Musikwelt angekommen. Zumindest bei einigen. Erst kürzlich sammelte Ida Engberg Spenden für den Amazonas und Aparde äußerte sich in einem Interview zu seinem Versuch als DJ umweltbewusst in seiner Branche zu arbeiten. Obwohl Engberg nicht selten den Privatjet mit Ehemann Adam Beyer nutzt, um für ihre Gigs um die Welt zu touren, ist das Thema Klimaschutz nun auch bei Clubbetreibern, Festivalplanern, Bookern, Publikum und eben den Hauptakteuren selbst angekommen.

Auch dem britischen Trip-Hop-Duo Massive Attack ist das Thema des Klimaschutzes so wichtig, dass sie gezielt eine Studie zur Klimawandelforschung initiiert haben. Das Tyndall Center wird die Untersuchungen übernehmen Strategien zu erfassen, um die Klimabilanz der Live-Musikindustrie zu verbessern. Massive Attack hat darum gebeten, dass das Tyndall Center explizit die Auswirkungen von Band/DJ-Tourreisen auf das Klima untersucht und Strategien konzipiert, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren.

Die Forschung wurde genehmigt und wird sich insbesondere auf drei Bereiche konzentrieren: Produktionen und Reisen für Live-Musikveranstaltungen, Zuschauerreisen und die Auswirkungen, die die Veranstaltungsorte selbst tragen. Wenn die Ergebnisse der Studie vorliegen, werden Empfehlungen ausgespochen werden, um die Klimaauswirkungen in der Musikbranche zu reduzieren. Ein internationaler Austausch der Klimaschutz-Strategien soll dann mit Promotern, Künstlern und den Veranstaltungsorten stattfinden.

Massive Attack zählen zu den stilprägendesten Bands des Trip-Hop-Genres. Ihr Album “Mezzanine” von 1998 gehört mit zu ihren erfolgreichsten Alben und wird vom US-amerikanischen Musikmagazin Rolling Stone mit unter die “500 besten Alben” gelistet.

 

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